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Jobsuche in der Corona-Krise - Teil 1: Der Projektplan

Studium fertig oder Praktikum geplant und nun? Stellenanzeigen sind im Moment rar gesät und der Bewerbungsprozess macht keine Fortschritte. Also zu Hause sitzen und Däumchen drehen? Nein, für deine Jobsuche und deine Bewerbung zum Praktikum kannst du viel vorbereiten.

Projektplan zur Jobsuche

Jede Jobsuche beginnt nicht mit dem Sichten von Stellenanzeigen oder dem Ansprechen von Unternehmen, sondern mit einem fundierten Projektplan. Diesen Plan kannst du prima zuhause zusammenstellen, denn für diesen Projektplan musst du dich besonders mit dir selbst, deinen Wünschen und Zielen beschäftigen. Dieser Projektplan ist die Basis für den nächsten Schritt: Netzwerken. Doch schauen wir zunächst auf deinen Projektplan. Dieser Plan besteht aus drei Teilen.

Projektplan Teil 1 - Deine Ziele

Im ersten Teil deines Projektplans zur Jobsuche beschäftigst du dich mit dem Job, den du gerne haben möchtest. Hier geht es nicht darum einen Jobtitel zu finden, sondern deine Erwartungshaltung an die Arbeit zu klären. Wie soll sich Arbeit anfühlen? Wann macht dich Arbeit glücklich? Wann macht sie Spaß? Was bedeutet für dich der Sinn der Arbeit? Was bedeutet für dich Karriere? Wohin möchtest du dich entwickeln?

Wie möchtest du arbeiten? Im Moment machst du leidlich Erfahrung mit dem Homeoffice. Ist das ein Modell für deine Zukunft? Arbeitest du lieber alleine oder brauchst du ein Team auf Tuchfühlung? Möchtest du Verantwortung für Projekte oder Mitarbeiter tragen?
Fragen über Fragen, die in diesem ersten Teil zu deinem Projektplan zur Jobsuche beantwortet werden müssen. Doch dieser erste Teil ist wichtig, um später die möglichen Arbeitgeber zu selektieren, wenn du Webseiten von Unternehmen sichtest oder im Kontakt Fragen stellst.

Ziel ist es, dass du eine genaue Vorstellung von deinem Job bekommst und diesen effektiv und zielorientiert kommunizieren kannst.

Wie nun diese Fragen beantworten? Du kannst natürlich hier gut im Internet recherchieren. Artikel rund um Arbeit, neue Arbeitsformen, Führung, Verantwortung, Teamarbeit, Karrierekonzepte, Glück in der Arbeit, Work-Life-Balance, Entwicklungsmöglichkeiten, Sinn der Arbeit gibt es genug. Hier bekommst du eine Menge Input für deine eigenen Gedanken. Doch irgendwann drehst du dich im Kreis und wirst selbst merken: Ich muss mit jemandem darüber reden! Denn damit sich dein erster Teil des Projektplans richtig gut anfühlt und du dein Ziel „Wie du dir deine Arbeit vorstellst“ richtig formulieren kannst, brauchst du den Rat von deiner Familie und deinen Freunden. Hier kommt also schon das „Netzwerken“ ins Spiel, auf das ich in einem zweiten Artikel näher eingehen werde. Bleiben wir zunächst beim Projektplan.

Projektplan Teil 2 – Wo möchtest du arbeiten?

Wie stellst du dir deinen Arbeitgeber vor? Welche Branchen interessieren dich? Siehst du dich eher in einem Konzern, im Mittelstand oder im Kleinunternehmen? Wo möchte ich arbeiten? – Ort, Region. Wie sieht der ideale Arbeitgeber für dich aus? Welche Unternehmenskultur sollte dahinter stehen? Welche Unternehmenskultur spricht dich an? Was sollte die Organisation auszeichnen? Was bieten neue Bürokonzepte? Was sollte das Unternehmen für seine Mitarbeiter tun? Wie wird Personalentwicklung definiert? Wie werden neue Arbeitsformen gelebt? Ganz aktuell auch „Wie geht die Organisation mich der Krise um?
Auch in diesem Teil des Projektplans gibt es wieder viele Fragen, die recherchiert werden können.

Ziel ist es eine genaue Vorstellung von deinem persönlichen Zielmarkt zu bekommen. Damit du deine Vorstellungen von einem Unternehmen effektiv und zielorientiert kommunizieren kannst.

Auch für diesen Teil deines Projektplans zur Jobsuche kannst du prima im Internet recherchieren und deinen Zielmarkt für die Jobsuche eingrenzen. Irgendwann wirst du aber Fragen haben, die dir auch das Internet nicht beantworten kann. Somit wirst du nicht umhin kommen wiederum dein Netzwerk zu aktivieren.

Projektplan Teil 3 - Deine Kompetenzen

Im dritten Teil des Projektplans geht es um dich, deine Kompetenzen, Erfahrungen und Alleinstellungsmerkmale. Alle Studenten, die schon einmal ein Bewerbungsseminar von mir besucht haben, werden die vielen Übungen rund um die Selbsteinschätzung und Kompetenzanalyse kennen. Was ist zu tun? Ein guter Start ist die Selbsteinschätzung. Hier bist du ganz ehrlich zu dir, da es in diesem Teil nicht nur um die Dinge geht, die du gut kannst, sondern auch um die, die du nicht kannst oder noch können möchtest. Hier die zentralen Fragestellungen für deine Selbstanalyse.

Selbsteinschätzung zur Jobsuche
• Diese Eigenschaften charakterisieren mich:
• Diese Fähigkeiten zeichnen mich aus:
• Auf diese Kenntnisse bin ich stolz:
• An diesen Tätigkeiten habe ich die meiste Freude:

• Diese Dinge kann ich nicht so gut:
• Diese Eigenschaften mag ich nicht an mir:

• Diese Eigenschaften möchte ich noch entwickeln:
• Das möchte ich noch können:
• Diese Lebensziele möchte ich erreichen:

Es ist ein guter Schritt, sich diese Fragen einmal selbst zu beantworten. Doch noch besser ist es, sich auch eine Fremdanalyse zu holen und Familie oder Freunde zu bitten dich einzuschätzen. Das geht im Moment auch prima über das Chat, Telefon, Skype oder E-Mail.

Im nächsten Schritt geht es um die Dinge, die du besonders gut kannst, also deine Kompetenzanalyse. Hier kannst du dir folgende Fragen beantworten.

Kompetenzanalyse zur Jobsuche
• Meine Kompetenzen sind:
• und mit diesen Erfahrungen kann ich Sie umschreiben:
• Meine Alleinstellungsmerkmale sind:
• Diese Schlagworte kennzeichnen mich:

Um mehr zu den Kompetenzbegriffen zu erfahren, solltest du dir den Bewerbungsratgeber „Berufsstart Bewerbung“ downloaden. Hier findest du ab Seite 22 eine Menge Informationen zu den wichtigsten Kompetenzen. Auch in punkto Kompetenzen ist es sehr spannend, sich eine Fremdeinschätzung von Familie, Freunden und Kommilitonen zu holen. Falls du im letzten Semester zum Beispiel ein Projekt in einem Fachbereich hattest, hole dir Feedback zu deiner Person und Arbeitsweise von deinen Teamkollegen. So ein Fremdbild kann deine Selbsteinschätzung und Kompetenzanalyse erweitern. Wenn du deine Kommilitonen mit einbeziehst, erweiterst du auch den Ring deiner Netzwerkaktivitäten zur Jobsuche.

Ziel ist, dass du deine Kompetenzen kennst und du zwischen 30 Sekunden bis zu 2 Minuten über dich erzählen kannst, also eine effektive Story zu deinen Kernkompetenzen und deiner Persönlichkeit mit deinen Alleinstellungsmerkmalen.

Diese kurze Story zu deiner Person benötigst du für jeden Kontakt in deinem Netzwerk, besonders dann, wenn du neue Kontakte ansprichst.

Schon bei der Entwicklung deines Projektplans zur Jobsuche wirst du neben deiner Recherche im Internet auch das Gespräch und den Rat von Familie, Freunden und Kommilitonen einholen, also Netzwerken. In einem weiteren Artikel zur Jobsuche in der Corona Krise möchte ich dir Tipps zum Netzwerken geben, die du prima auch von deinem Homeoffice durchführen kannst.
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zuletzt aktualisiert am 30.03.2020
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