Lebenslauf - Foto
Musst du eigentlich ein Bewerbungsfoto mitsenden? Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verneint dies ganz klar. Trotzdem hat sich ein Verzicht auf das Bewerbungsbild in Deutschland nicht durchgesetzt. Mittlerweile bietet es sogar wieder eine gute Möglichkeit die Bewerbung zu individualisieren.
Lebenslauf Foto: Was meinen die Unternehmen
Wohin sollte das Bewerbungsfoto (wenn vorhanden) am Besten platziert werden?
Lebenslauf oder Deckblatt?
| Lebenslauf |
53,93 % |
| Deckblatt |
12,43% |
| auf Foto verzichten |
4,75% |
| egal |
28,88% |
| antworten die teilnehmenden Unternehmensvertreter |
Was sagt Ihnen ein zu langes Bewerbungsschreiben über den Bewerber/ die Bewerberin?
|
100,00 % |
|
0,00% |
| antworten die teilnehmenden Unternehmensvertreter |
Teilnehmende Unternehmen: 547
Letzter Eintrag zur Umfrage am 24.06.2026
Lebenslauf Foto: Kür statt Pflicht
Im August 2006, nach Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes sollte das
Bewerbungsfoto von den Lebensläufen verschwinden. Das hat sich in Deutschland aber bis 2021 noch nicht durchgesetzt. Immer noch wünschen die Personaler in vielen
Unternehmen Lebensläufe mit einer Fotografie und reagieren sogar skeptisch, wenn Bewerber in Ihren Vorlagen zum
Lebenslauf darauf verzichten. Mittlerweile wird es auch vom Bewerber wieder als normal akzeptiert, da mit den Social-Media-Kanälen das eigene Portrait sich sowieso auf zum Beispiel XING oder LinkedIn wiederfindet.
»Wichtig: Bei Bewerbungen in Deutschland solltest du auf Vorlagen für Lebenslauf oder Deckblatt setzen, die ein Bewerbungsfoto vorsehen.«
Das
Bewerbungsfoto kannst du quasi als die Kür deiner Bewerbung sehen. Eine Fotografie macht deine Bewerbungsunterlagen
(Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse) individueller, ausführlicher und du kannst deiner Bewerbung damit einen persönlichen Touch geben. Das Bewerbungsbild ist ein subjektives Auswahlkriterium. Doch du kannst diese Tatsache auch zu deinem Vorteil gestalten. Ein gelungenes Bild soll erreichen, dass du als sympathisch aufgenommen wirst und damit deine Lebensläufe mit einem positiven Eindruck verbunden werden.
Da sich der
Arbeitgeber für die erste Sichtung der Lebensläufe und
Anschreiben gerade einmal bis zu fünf Minuten Zeit nimmt, kann das
Bewerbungsfoto einen guten Beitrag leisten. Doch damit die Fotografie diesen gewünschten positiven Eindruck macht, muss das Bild professionell erstellt sein.
Lebenslauf Foto: Welche Rolle spielt der Fotograf?
Es empfiehlt sich für das Bewerbungsbild zum Profi zu gehen. Doch damit der Fotograf das gewünschte Ergebnis erzielt, solltest du dir vorher Gedanken machen, wie das Bild aussehen sollte und zusätzlich dem Fotografen etwas zu deiner Person und den Job, auf den du dich bewerben möchtest, erzählen. Nur dann kann der Fotograf dich in die richtige Pose rücken sowie den richtigen Hintergrund und Ausschnitt wählen. Seitdem das Bild keine Pflicht mehr ist, bist du mit sehr viel freier in deiner Bildgestaltung. Du kannst dich zum Beispiel Aktion, als Bildfolge oder in einem spannenden Anschnitt fotografieren lassen. Vielleicht möchtest du dein
Bewerbungsfoto kreativ als Poster auf dem
Deckblatt gestalten. Eher selten ist das Bewerbungsbild auf dem
Anschreiben zu finden.
Natürlich kostet ein Bild vom Fotografen Geld. Aber so eine Investition lohnt sich, da der Fotograf als Profi dich optimal in Szene setzen kann. Vereinbare am besten ein Art Erfolgshonorar, das zur Bedingung hat, dass zumindest ein Fotoabzug dabei sein muss, dass dir zu 100 Prozent zusagt und den du bestellen wirst. Dann bist du auf der sicheren Seite. Achtung: Bestellst du nur einen Fotoabzug, darfst du das Bild in der Regel nicht digitalisieren. Wenn du eine Papiervorlage einscannst, sollte das Pixum ausreichend sein, damit das Bild auch ausgedruckt noch gut aussieht.
Lebenslauf Foto: Wie groß soll es sein?
Eine Fotografie in Briefmarkengröße ist kein gelungenes Aushängeschild für deine Bewerbung. Die Mindestgröße für ein Bewerbungsbild liegt bei 4,5 x 6,5 Zentimetern. In dieser Größe passt es prima rechts oder links auf den Lebenslauf. Solltest du dich für einen
Lebenslauf mit einem
Deckblatt entscheiden, kann das Bild deutlich größer sein und gerne auch als Querformat geplant werden. Gerade für Bewerbungen per E-Mail eignet sich ein
Deckblatt mit Foto sehr gut. Du kannst dieses
Deckblatt als erste Seite deiner PDF Bewerbung nutzen und so einen guten Aufmerksamkeitswert erlangen.
»Tipp: Bei einem Lebenslauf mit Deckblatt kannst du das Bewerbungsfoto auf dem Deckblatt groß ins Zentrum setzen und damit Aufmerksamkeit erzielen.«
Spannend sind auch Bewerbungsfotos im Querformat, die sich besonders für eine Bewerbung mit
Deckblatt eignen. So ein Bild kann gerne auch deutlich breiter bzw. insgesamt größer sein. Gerne wird hier ein starker Anschnitt deines Gesichtes gewählt. Der Blickkontakt kann sehr intensiv sein. Gut fotografiert, entsteht ein sehr starkes und eindrucksvolles Bild deiner Person. Ein ausführlicher
Lebenslauf ist in der Regel mit einem
Deckblatt versehen und somit auch mit einer Fotografie. Eher ungewöhnlich ist das Bewerbungsbild auf dem Anschreiben.
Lebenslauf Foto: Position
Ein Bild ist ein sehr persönliches, aber auch sehr starkes Argument und sollte deshalb grundsätzlich einen guten Platz in der Bewerbung bekommen. Das
Bewerbungsfoto gehört in er Regel zum
Lebenslauf und sollte am besten immer gleich oben rechts oder oben links auf die erste Seite des Lebenslaufes gesetzt werden. Gerne stehen daneben die Kontaktdaten und persönlichen Angaben. Nutzt du ein
Deckblatt sollte das Bild sehr zentral auf dem
Deckblatt sitzen, um die größtmögliche Wirkung erzielen zu können.
Lebenslauf Foto: Kleben oder drucken?
Aufgeklebt wird das Bewerbungsbild überhaupt nicht mehr. Im digitalen Versand eh nicht möglich und auch bei ausgedruckten Unterlagen wird das
Bewerbungsfoto heutzutage eingescannt und ausgedruckt. Das setzt allerdings eine gute Qualität (Pixum) des Bildes voraus, da der Druck auf keinen Fall pixelig sein darf. Das gilt auch für die digitale Variante. Notfalls muss das Bild mit einem Bildverarbeitungsprogramm optimiert werden.
»Tipp: Sollte das Bild keine gute Qualität aufweisen, kannst du versuchen es mit einem Bildverarbeitungsprogramm zu optimieren.«
zuletzt aktualisiert am 19.01.2021