Initiativbewerbung
Ist eine Initiativbewerbung / Blindbewerbung eigentlich anders? Klare Antwort: ja. Sie ist eine größere Herausforderung für dich, da du nicht auf ein Anforderungsprofil einer Stellenanzeige reagierst, sondern selbst entscheiden musst, was für den Bereich, in dem du dich bewerben willst, relevant ist.
Initiativbewerbung: Was meinen die Unternehmen
Ist eine Initiativbewerbung in Ihrem Unternehmen erwünscht?
| Ja |
84,82 % |
| Nein |
15,18% |
| antworten die teilnehmenden Unternehmensvertreter |
Worauf sollten Bewerber bei einer Initiativbewerbung besonders achten?
- Kommt auf die Bewerbung an.
- Falls wir nicht alle mit unseren Internetauftritten erreichen ist dies auch immer hilfreich , um geeignete Arbeitnehmer zu finden.
- Erwünscht ja, weil sich dadurch auch etwas ergeben kann, aber meistens gibt es gerade keine passende Stelle.
- Yes it is, as long as your profile match one of our open positions.
We will always accompany you through the recruitment process to be sure we find the most suited position for you.
- Als dynamisches und wachsendes Unternehmen freuen wir uns auf Initiativbewerbungen über unsere Karriereseite
- auf eine individuelle Ansprache
- Kenntnisse in der Gebäudetechnik / Versorgungstechnik
und/oder
Kenntnisse in CAD-Konstruktion / Technischer Systemplanung / Technische Zeichnung
- Kenntnis unseres Unternehmens ist sehr erwünscht.
Realistisch und passende Berufe (z.B. benötigen wir niemanden, der sich als Physiker oder Ingenieur bewirbt)
Gibt es für Sie No-Goes in der Initiativbewerbung?
- Flüchtigkeitsfehler, Massenbewerbungen
- ohne Vorkenntnisse
- Schlechte Sprachkenntnisse
- Keine Angaben über Interessensgebiet
- zu selbstbewusstes Auftreten.
Anrufen, um sich nur Wertschätzung abzuholen.
- Berufsfeld muss zur Firma passen
infoBoard Europe GmbH
- Rechtschreibfehler
- So etwas wie, "Hi, ich bin der Beste / Größte / Tollste"
Teilnehmende Unternehmen: 672
Letzter Eintrag zur Umfrage am 14.01.2026
Initiativbewerbung - Pro & Contra
PRO
keine Konkurrenz, da Bewerbung ohne Stellenanzeige
Präsentation deiner Qualifikationen, da keine Anforderungen aus einer Stellenanzeige
du zeigst Interesse am Unternehmen
besondere Beachtung des Motivationsschreibens
CONTRA
bei größeren Unternehmen oft Ablehnung, da zu viele Initiativbewerbungen
Bewerbermanagementsysteme, die Absagen abspeichert. Du verbaust dir möglicherweise weitere Chancen
deutlich mehr Aufwand durch vorherige Recherche
Initiativbewerbung - Einleitung
Der Lebenslauf ist auch bei Initiativbewerbungen das wichtigste Dokument. Hier findet das Personalwesen alle relevanten Informationen zu dir. Es empfiehlt sich deshalb über die Fakten hinaus noch mehr Informationen zu deinen Skills und deinen Zielen zu erwähnen. Somit können Punkt wie »Ich suche« und »Ich biete Ihnen« gut in den Lebenslauf integriert werden und fungieren hier als Einleitungssatz zu deinem Lebenslauf. Sie stellen eine gelungene Einleitung zu den Fakten dar und machen neugierig auf deine Person. Bewerbungstipps: Mit dem Punkt »Ich suche« gehst du auf deine Ziele ein und beschreibst kurz, in welchen Bereich du tätig werden möchtest. In dem Punkt »Ich biete Ihnen« kannst du dann deine Kernkompetenzen und relevante Erfahrungen kurz darstellen. Diese Informationen sind quasi schon ein kleines Anschreiben und unterstützen den Auswahlprozess sehr gut.
Hinweis: Eine Einleitung für den Lebenslauf können die Punkte »Ich suche« und »Ich biete Ihnen« sein. Sie unterstützen den Auswahlprozess positiv. Konkret kannst du dir das im Lebenslauf Muster anschauen.
Bewirbst du dich online zum Beispiel mit einer E-Mail, ist es gerade diese, die der Personaler als Erstes lesen wird. Sie ist entscheidend. So eine Initiativbewerbung kommt unaufgefordert und die erste Hürde ist, dass sich der Personaler überhaupt mit dieser E-Mail beschäftigt. Ganz wichtig: Er sollte sich schnell darin zurechtfinden, somit ist die Betreffzeile, die zielorientiert formuliert sein sollte eine erste Hürde, die genommen werden muss. Sie könnte zum Beispiel lauten: Ein motivierter Mitarbeiter stellt sich vor. Lesen Sie meine Initiativbewerbung. Wenn du in generell gesuchten Bereichen studierst, kannst du diese auch in die Headline setzen: Ich stelle mich Ihnen als IT-Fachkraft vor. Die Betreffzeile kann ruhig etwas provokant sein, damit Neugierde entsteht. Denn der nächste Schritt soll zum Öffnen der E-Mail und zum Lesen des Textes führen. Die erste Frage, die sich dem Personaler meist stellt ist: Wieso bewirbt er/sie sich bei uns? Somit ist es von Vorteil, diese Frage gleich in der E-Mail zu beantworten. Immer daran denken, es geht um deine Motivation für das Unternehmen, nicht um grundsätzliche Argumente zum Unternehmen. Um den Leser jetzt dazu zu bewegen, den Anhang zu öffnen und deine Bewerbungsunterlagen anzuschauen, kannst du noch ein paar Schlagworte zu deinen Kernkompetenzen in die E-Mail setzen. Es geht also wieder darum neugierig zu machen, also die richtige Einleitung zu finden. Wird im nächsten Schritt der Anhang gelesen und ist deine Einleitung geglückt, hat die E-Mail ihre Aufgabe erfüllt und der Anhang mit Lebenslauf, Bewerbungsschreiben und eventuelle Zeugnisse müssen weiter überzeugen.
Trotz der umfassenden Informationen in der E-Mail und im Lebenslauf ist es wichtig, deiner Initiativbewerbung auch ein Anschreiben oder besser noch ein Motivationsschreiben beizufügen. Hier kannst du nochmals detaillierter deine Beweggründe für die Bewerbung, aber auch deine Kompetenzen beschreiben. Wichtig ist es hierbei mit dem richtigen Einleitungssatz zu starten. Halte dich im Einleitungssatz nicht mit Floskeln oder allgemeinen Informationen auf, sondern stelle deine persönliche Motivation für das Unternehmen und deine Kompetenzen und Erfahrungen für den Job ins Zentrum. Denn in dem Anschreiben zu deinen Initiativbewerbungen geht es immer ganz explizit um deine Person.
Hinweis: Vermeide Floskeln und allgemeine Informationen zum Unternehmen in deinem Einleitungssatz. Starte am besten mit deiner persönlichen Motivation.
Du solltest in deinen Initiativbewerbungen zum Job selbstbewusst auftreten und deine Formulierungen entsprechend wählen. Denn du musst im Zweifel nicht nur den Personaler von deinen Kompetenzen überzeugen, sondern auch eine passende Position mit deinen Bewerbungsunterlagen für dich schaffen. Der ersten Satz im Bewerbungsschreiben hat zum Beispiel eine starke Wirkung. Deshalb sind die Formulierungen in deiner Einleitung wichtig. Du solltest hier gleich Antworten auf die wichtigsten Fragen geben. Doch auch im weiteren Verlauf deiner Initiativbewerbungen ist es wichtig, dass du deine »Skills« transparent und mit Beispielen untermauert darstellst. Wenn du mit Bewerbungsvorlagen arbeitest, sollten diese die Möglichkeit bieten, Kompetenzen zu formulieren. Der Personaler wird im Zweifel nicht in dein Zeugnis oder Arbeitszeugnis schauen, um sich ein Bild über dich zu machen. Damit musst du dir deiner Kompetenzen bewusst sein und fundierte Beispiele aus deinem Werdegang unterstützend dazusetzen. Starke Argumente und Formulierungen sollten also gleich in der Einleitung erfolgen. Je nachdem, ob du deine Unterlagen mit dem Bewerbungsschreiben oder mit dem Lebenslauf startest, sind Formulierungen zu deinen Kompetenzen und auch zu deiner Motivation wichtig. Vielleicht kannst du hier auch einen Slogan von der Webseite des Unternehmens aufgreifen und mit deiner Motivation und deinen Kompetenzen verknüpfen. So entsteht der Eindruck von Interesse am Unternehmen. Lautet so ein Slogan zum Beispiel »Sie glühen?« könntest du folgende Formulierungen daraus machen: Ich glühe, nein ich brenne darauf meine im Studium erlernten Fähigkeiten bei Ihnen umzusetzen und zu erweitern. Gerade bei einer Initiativbewerbung kannst du in deinen Bewerbungsunterlagen ruhig einmal etwas provokant auftreten und als Bewerbungstipps zum Beispiel auf selbst formulierte Fragen antworten. Es sollte aber immer zu deiner Persönlichkeit passen. Weitere Informationen hierzu findest du auch im Artikel Initiativbewerbung Einleitung.
Der letzte Satz in deinem Anschreiben sollte zum einen selbstbewusst klingen, aber auch verbindlich sein. Um dein Selbstbewusstsein zum Ausdruck zu bringen, solltest du unbedingt auf den Konjunktiv verzichten. Ein Beispieltext zum Schlusssatz ohne Konjunktiv wäre: »Ich freue mich, Sie in einem persönlichen Gespräch von meinen Fähigkeiten zu überzeugen.«
Eine weitere Variante, selbstbewusst zu formulieren. Wenn dir das zu viel ist kannst du auch schreiben: Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch. Wichtig ist, dass du davon ausgehst, dass das Unternehmen an dir interessiert ist und hier nicht zögerlich in deiner Formulierung bist. Gerne kannst du auch auf ein Zeugnis verweisen.
In der Regel schickst du deine Initiativbewerbung per E-Mail zum Unternehmen. Noch bevor der Personaler deine Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnis) lesen wird, wird er sich mit der begleitenden E-Mail beschäftigen. Diesen Text zu deiner Person solltest du also auch überzeugend formulieren. In deinen Formulierungen hier, solltest auf die wichtigste Frage antworten: Wieso bewirbst du dich bei diesem Unternehmen?
Deine Motivation für einen Job in gerade diesem Unternehmen ist das Zugpferd in deinen Initiativbewerbungen per E-Mail. Deine Formulierungen sollten konkret sein und sich auf die Beweggründe deiner Person beziehen und du solltest nichts allgemein formulieren.
Hinweis: Höflich, aber verbindlich ist das Motto der einleitenden E-Mail zu deinen Initiativbewerbungen.
… da mich die strategische Beratung gerade im internationalen Umfeld interessiert, habe ich mich mit großer Freude auf Ihrer Webseite informiert. Sie haben mich besonders mit … überzeugt. Gerne würde ich die Chance bekommen, mich Ihnen vorzustellen. Ich werde in Kürze meinen Master International Management an der Universität Bayreuth abschließen. Erste Erfahrung in der Beratung konnte ich auch schon sammeln. Nähere Informationen hierzu finden Sie in meinen Bewerbungsunterlagen, die ich als PDF dieser E-Mail beigefügt habe. Ich freue mich, von Ihnen zu hören. …
Die Berufsstart Bewerbungsvorlagen werden dir bei deiner Initiativbewerbung oder Blindbewerbung mit vielen Bewerbungstipps helfen.
Initiativbewerbung - Anschreiben
Das Anschreiben zu deiner Initiativbewerbung oder Blindbewerbung ist sehr wichtig. Anders als bei Bewerbungen auf eine Stellenanzeige musst du hier nicht nur deine Qualifikation für einen Job darlegen, sondern auch deine Motivation. Es kann sogar sein, dass du in dem Anschreiben deiner Initiativbewerbungen dem Personalwesen erst einmal klar machen musst, dass sie dich brauchen. Somit hat das Anschreiben bei einer Initiativbewerbung mehrere Funktionen.
Deine Motivation für deine Initiativbewerbung oder Blindbewerbung bei diesem einen Arbeitgeber fällt stark ins Gewicht. Das ist ein wichtiger Punkt in deinem Anschreiben. Da es wenig Sinn macht, sich bei Initiativbewerbungen ohne ein Karriereziel zu bewerben, ist es auch wichtig, dass du einen konkreten Bereich benennst und begründest. Eine Blindbewerbung heißt ja nicht, dass du keine Ziele mit deinen Bewerbungsunterlagen und deinem Bewerbungsschreiben verfolgst. Das Ziel deines Anschreibens sollte also auch bei Initiativbewerbungen klar formuliert werden. Initiativbewerbungen ohne ein Ziel im Fokus werden vom Personalwesen in der Regel nicht akzeptiert bzw. meist gar nicht beachtet.
Somit ist die Aufgabe deines Bewerbungsschreibens deine Ziele für eine Position zu begründen und darüber hinaus deine Eignung für einen bestimmten Bereich darzulegen. Du musst zunächst die Personaler in deinen Initiativbewerbungen von deiner Person und deiner Eignung überzeugen. Eventuell musst du deinen Job sogar erst einmal erschaffen. Somit musst du mittels deines Anschreibens in der Initiativbewerbung dem Arbeitgeber klar machen, dass dieser dich unbedingt braucht. Um diesen Punkten im Anschreiben gerecht zu werden, solltest du auf allgemeine Floskeln komplett verzichten. Denn auch bei einer Initiativbewerbung oder Blindbewerbung gilt, dass das Bewerbungsschreiben nur eine Seite lang sein sollte.
Hinweis: Im Bewerbungsschreiben musst du in drei bis vier Absätzen von deiner Motivation und Eignung überzeugen und von deiner Persönlichkeit begeistern. So wird eventuell für dich auch ein neuer Job geschaffen.
Behalte beim Formulieren des Anschreibens immer Hinterkopf, dass du mit den schriftlichen Bewerbungsunterlagen eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch, also zu einem Vorstellungsgespräch bekommen möchtest. Die Neugierde auf deine Person sollte also so groß sein, dass man dich zumindest einmal kennenlernen möchte, wenn man deine Bewerbungsunterlagen zur Initiativbewerbung gelesen hat. Dazu solltest du in deinen Formulierungen des Anschreibens Selbstsicherheit ausstrahlen und dir deiner Kompetenzen bewusst sein.
Stark anfangen gleich beim ersten Satz, lautet das Motto. Denke immer daran, dass es im Bewerbungsanschreiben um deine Person geht, also auch um deine Motivation für die Branche, das Unternehmen, den Bereich bzw. den Job, der dir vorschwebt. Du solltest also immer von dir sprechen, von deinen persönlichen Motiven. Damit überzeugst zu mehr, als mit allgemeinen Floskeln. Diese Bewerbungstipps sind auch für das dann folgende Vorstellungsgespräch wichtig. Im ersten Satz hast du zwei Möglichkeiten einzusteigen. Die erste Variante ist die eben schon erwähnt Motivation. Damit wird für den Personaler die Frage beantwortet, wieso du dich in dem Unternehmen bewirbst. Die zweite Variante sind deine Kernkompetenzen. Du erzählst gleich etwas zu deinen Stärken. Das bietet sich immer an, wenn bestimmte Skills in der Branche gesucht werden und du deshalb auf diesem Weg schnell das Interesse an deinen Bewerbungen weckst.
In der Regel schickst du deine Initiativbewerbungen per E-Mail zum Unternehmen. Große Unternehmen bieten dir auch die Möglichkeit, dich initiativ, also mittels Blindbewerbung, direkt in die interne Bewerberdatenbank über einen Online Bewerbungsbogen einzutragen.
Bei Initiativbewerbungen per E-Mail befinden sich deine Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, relevante Zeugnisse) Trenner in einer PDF-Bewerbungsmappe im Anhang der E-Mail. Du schreibst also zu diesem Anhang eine kurze Begleit-E-Mail. Du kannst hier inhaltlich einen Aspekt des Anschreibens wiederholen. Bei der Initiativbewerbung bietet es sich an, die Motivation für deine Initiative als Aufhänger in der E-Mai zu nutzen.
Hinweis: Die deine Initiativbewerbungen begleitende E-Mail sollte kurz und präzise sein. Am besten setzt du deine Motivation für die Bewerbung in den Vordergrund.
Ein Muster ersetzt viele Beschreibungen und wird dir sicherlich eine weitere Hilfe sein. Deshalb gibt dir Berufsstart ein Bewerbungsschreiben Muster für deine Initiativbewerbung an die Hand. Wichtig ist, dass du dir beim Schreiben deiner eigenen Initiativbewerbung und ganz besonders beim Anschreiben, Zeit lässt. Zeige das Bewerbungsanschreiben auch Freunden und hole dir Feedback und weitere Bewerbungstipps. Ganz wichtig ist auch, dass du den Text immer wieder auf das jeweilige Unternehmen, bei dem du dich bewirbst, anpasst. Jedes Anschreiben sollte einen individuellen Touch erhalten.
Initiativbewerbung - Lebenslauf
Beginnen wir mit dem Lebenslauf. Er ist das Dokument der Fakten. Hier solltest du gut strukturiert alle Stationen deines Werdegangs sowie deine weiteren Qualifikationen notieren. Soweit unterscheidet sich der Lebenslauf für eine Initiativbewerbung nicht von dem für eine Stellenausschreibung. Doch da du dem Unternehmen nicht oft genug sagen kannst, was du genau suchst und was du Besonderes mitbringt, solltest du zu Beginn zwei Punkte im Lebenslauf ergänzen: »Ich suche« und »Ich biete«. Klarer kannst du es nicht formulieren. Natürlich wirst du diese Aspekte auch im Anschreiben formulieren. Das Problem ist nur, dass gerade bei Initiativbewerbungen die erste spontane Entscheidung für oder gegen dich, sehr schnell getroffen wird. Anschreiben zu lesen, braucht Zeit. Deshalb stürzen sich die Unternehmensvertreter auf den Lebenslauf und freuen sich, wenn du ihnen hier mit strukturierte und überzeugende Argumente lieferst.
In diesem ersten Teil kannst du am besten in einem Satz etwas zu dem Bereich oder das Wenn Du Dich initiativ bewirbst, kannst Du Deinen Lebenslauf richtig persönlich starten – mit dem Punkt »Ich suche…«. Damit sagst Du gleich zu Beginn, was Du willst, welche Aufgaben Dich reizen und wie Du Dich im Unternehmen einbringen möchtest. Gerade als Hochschulabsolvent ohne Berufserfahrung ist das ein super Trick, um direkt auf den Punkt zu kommen und Dein Profil lebendig zu machen. Unter »Ich suche…« schreibst Du nicht nur, welche Rolle oder Aufgaben Dich interessieren, sondern auch, welchen Mehrwert Du mitbringst. Zum Beispiel könntest Du formulieren, dass Du nach einer Position suchst, in der Du Dein Wissen aus dem Studium praktisch anwenden und weiterentwickeln kannst. So zeigst Du Motivation, Initiative und gleichzeitig: Du weißt, wo es hingeht. Der Vorteil: Dein Lebenslauf wirkt sofort individuell und zielgerichtet, das Unternehmen versteht auf Anhieb, wofür Du brennst, und kann Dich in möglichen Aufgabenfeldern einordnen – auch ohne ausgeschriebene Stelle. Für Hochschulabsolventen ist das ideal, denn Du lenkst den Fokus auf Deine Potenziale, Lernbereitschaft und frische Perspektiven, statt nur auf die wenigen beruflichen Stationen.
Dieser Ansatz hat zwei Vorteile: Zum einen wirkt Dein Lebenslauf sofort persönlich und zielgerichtet – Du zeigst Initiative und Motivation. Zum anderen erleichtert es dem Unternehmen, Deine Eignung für mögliche Aufgabenfelder zu erkennen, auch wenn gerade keine klassische Stellenanzeige existiert. Für Hochschulabsolventen ohne umfangreiche Berufserfahrung ist das besonders wertvoll, weil Du damit das Interesse auf Deine Potenziale und Lernbereitschaft lenkst.
Du kannst die Punkte »Ich suche…« und »ich biete…« direkt am Anfang platzieren, noch vor Ausbildung und Praktika. Danach folgen Dein klassischer Werdegang, Praktika, Projekte, Kenntnisse und Fähigkeiten. Auf diese Weise kombinierst Du Kreativität mit Struktur – und Dein Lebenslauf erzählt gleich zu Beginn eine klare, motivierende Geschichte: Du weißt, wohin Du willst, und das Unternehmen kann sehen, dass Du bereit bist, Verantwortung zu übernehmen und etwas zu bewegen.
Initiativbewerbung - Muster
Sich zu bewerben mit einer Initiativbewerbung ist eigentlich ganz einfach. Aber ein paar Bewerbungstipps solltest du beachten. Die Bewerbungsunterlagen für deine Initiativbewerbung unterscheiden sich in kleinen, aber sehr relevanten Punkten von der Bewerbung auf eine Stellenanzeige zum Job. Ganz wichtig ist, dass so eine Blindbewerbung zielorientiert verfasst ist. Ansonsten werden initiativ eingeschickte Bewerbungsunterlagen schnell vom Personalwesen übergangen. Damit sind wir schon bei dem entscheidenden Unterschied in deinem Lebenslauf. Bewerbungstipps: Wenn du dir das Lebenslauf PDF Muster von Berufsstart anschaust, wirst du die Besonderheit gleich erkennen.
Links neben dem Bild findest du zwei kurze Texte. Der erste ist mit »Ich suche« überschrieben. Hier solltest du in ein bis zwei Sätzen genau umschreiben, in welchem Bereich du arbeiten möchtest bzw. welcher Job zum Berufseinstieg oder Praktikum dich interessiert. Damit wird deine Initiativbewerbung zielorientiert, auch wenn du dich ja nicht auf eine konkrete Stelle bewirbst. Der Personaler bekommt das Gefühl, dass du die Initiativbewerbung nicht abschickst, weil du nicht weißt, welchen Job du machen möchtest oder welche Stelle dich interessiert und du deshalb so einfach einmal Unternehmen anschreibst, in der Hoffnung einen Vorschlag zu bekommen. Nein, der Personaler merkt, dass du dich mit einem konkreten Berufswunsch an das Unternehmen wendest. So ein Engagement wird ernst genommen und man wird abklären, ob das Unternehmen dich braucht und dir somit einen Job anbietet.
In dem zweiten Text, der mit »Ich biete Ihnen« umschrieben wird, machst du Werbung für dich. Damit möchtest du den Personaler überzeugen, dass du über interessante Kompetenzen und Erfahrungen verfügst. Damit machst du neugierig auf deinen Werdegang, den du dann im gewohnten Lebenslauf, der danach folgt, darstellst. Diese Werbung für dich setzt du natürlich im Bewerbungsschreiben fort.
Den Lebenslauf kannst du mit deinem Bewerbungsschreiben und noch mit Arbeitszeugnissen und Zeugnissen der Hochschule unterstützen. Besonders, wenn du dich mit deinen Initiativbewerbungen direkt im Personalwesen bewerben willst, ist das Mitsenden von Zeugnissen sinnvoll. Richtest du die Initiativbewerbung an die Fachabteilung kannst du auch zunächst eine Kurzbewerbung ohne Zeugnisse schicken, wenn du nicht gleich unaufgefordert zu viele Daten zu deiner Person preisgeben möchtest. Am besten dann am Ende des Lebenslaufes vermerken: Zeugnisse werden gerne auf Anfrage geschickt.
Natürlich kannst du auch einen Lebenslauf mit einem Deckblatt schicken.
Hier würdest du auf dem Deckblatt neben Bild und Kontaktdaten auch die Punkte »Ich suche« und »Ich biete ihnen« aufnehmen, wie du es in dem Muster Lebenslauf mit Deckblatt siehst.
Mit dem Muster PDF bekommst du dir einen guten Überblick über den Lebenslauf deiner Initiativbewerbungen Ein Deckblatt mit Bewerbungsfoto ist bei einer Initiativbewerbung oder Blindbewerbung zu empfehlen. Du kannst mit dem subjektiven Auswahlkriterium des Bewerbungsbildes schnell und unkompliziert überzeugen. Wichtig ist es, den Personaler dazu zu bewegen, sich deine Unterlagen anzuschauen und diese dann in die entsprechende Abteilung weiterzuleiten. Die entscheiden dann, ob du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst. Wenn du diesen Umweg nicht machen möchtest, bleibt dir noch die Möglichkeit die Initiativbewerbung direkt in die Fachabteilung zu schicken. Das ist dann empfehlenswert, wenn du dort einen Ansprechpartner hast, an den du auch ein persönliches Bewerbungsschreiben richten kannst.
PDF Muster Initiativbewerbung
Initiativbewerbung - Vorlage
Die große Hürde für Initiativbewerbungen ist die Personalabteilung. Da du deine Unterlagen unaufgefordert schickst, bist du darauf angewiesen, dass ein Personaler Lust und Zeit hat, sich mit deiner Bewerbung zu beschäftigen. Er muss zum einen von deiner Persönlichkeit überzeugt sein und auch schnell und unkompliziert herausfinden, in welchem Bereich du tätig sein willst. Dann erst wird er deine Bewerbung in die entsprechende Abteilung weiterleiten oder in den firmeneigenen Bewerberpool einpflegen. Darin liegt also die große Herausforderung deiner Initiativbewerbung für Job oder Praktikum. Ein paar Bewerbungstipps sollen dir hierbei helfen.
Deine Persönlichkeit ins rechte Licht rücken, musst du bei jeder Bewerbung. Das beginnt damit, deinen Lebenslauf ansprechend zu gestalten, da er mittlerweile das wichtigste Dokument deiner Bewerbungsunterlagen ist. Ansprechend heißt, dass er eine übersichtliche Struktur hat und sich der Personaler gut darin zurechtfindet. Alle relevanten Fakten solltest du im Lebenslauf aufführen, im Bewerbungsanschreiben können dann noch einige Punkte hervorgehoben werden. Du kannst auch bei Trenner deiner Initiativbewerbung Anlagen mitschicken, doch denk immer daran, dass meist keine Zeit da ist, diese zu sichten. Es reicht also in der Regel auch eine Kurzbewerbung. Immer muss jedoch dein Lebenslauf überzeugen.
In welchem Bereich des Unternehmens, bei dem du dich bewirbst, möchtest du arbeiten? Diese Frage sollte auch in deinem Lebenslauf beantwortet werden. Verlasse dich nicht auf das Anschreiben, dass eventuell in der ersten Durchsicht gar nicht gelesen wird. Grundsätzlich kommt es beim Anschreiben auch auf den Einleitungssatz an, der sehr präzise auf deine Kompetenzen und Motivation verweisen sollte. Eine zielgerichtete Formulierung ist wichtig.
Wo möchtest du arbeiten? Um diesen Punkt zu beantworten bietet es sich an, den Lebenslauf mit den Punkten »Ich suche« und »Ich biete« zu beginnen. Nutzt du ein Deckblatt, stehen diese Informationen dort. Möchtest du nur einen kompakten Lebenslauf, vielleicht sogar ohne Bewerbungsfoto schicken, solltest du die Informationen gleich zu Beginn einfügen. Mit der kostenlosen Word Vorlage findest du ein Beispiel für einen kompakten Lebenslauf ohne Bewerbungsbild als Bewerbungsdownload. Ein weiteres Beispiel bietet dir das PDF-Muster zur Initiativbewerbung. Es kann dir gut als Musterbewerbung dienen.
Mit der Word Vorlage bekommst du von Berufsstart eine moderne und optimierte Musterbewerbung, um schnell und unkompliziert deine Initiativbewerbungen zu gestalten. Bewusst unterscheidet sich die Vorlage von den klassischen Bewerbungen, um dir damit die Möglichkeit zu geben, dich ohne ein Anschreiben, also mit einer Kurzbewerbung initiativ einem Arbeitgeber vorzustellen.
In der dem Lebenslauf begleitenden E-Mail solltest du allerdings in ein paar Sätzen noch deine persönliche Motivation für eine Bewerbung an gerade dieses Unternehmen beifügen. Gib dem Arbeitgeber das Gefühl, dass du dich wirklich für ihn interessierst. Hierbei hilft dir eine kurze Recherche auf der Homepage der Organisation weiter. Dort wirst du sicherlich ein paar gute Argumente finden, die du in deiner E-Mail mit dem Lebenslauf, unterbringen kannst.
Hinweis: Zu der kompakten Lebenslauf Vorlage für Initiativbewerbungen musst du nicht unbedingt ein Anschreiben mitschicken. Es reicht ein kurzer Einleitungssatz zur Motivation in der E-Mail.
Damit wird deine kurze Initiativbewerbung, obwohl es eine Kurzbewerbung ist, persönlich und individuell. Wahlweise kannst du hinter den Lebenslauf noch Anlagen wie zum Beispiel deinen aktuellen Notenspiegel oder ein Arbeitszeugnis beilegen. Überfrachte diese erste Initiativanfrage aber nicht mit zu vielen Dokumenten. Diese kannst du bei Interesse immer noch nachreichen.
➜
Hier kannst du gleich deine Vorlage runterladen und ausfüllen.
Initiativbewerbung - Fazit
Eine Initiativbewerbung ist eine starke Möglichkeit, dich von anderen Bewerberinnen und Bewerbern abzuheben und gezielt den Kontakt zu deinem Wunschunternehmen aufzubauen. Indem du Eigeninitiative zeigst, beweist du Motivation, Selbstbewusstsein und echtes Interesse an der Firma - Eigenschaften, die viele Arbeitgeber sehr schätzen. Trenner Wichtig ist, dass du dich intensiv mit dem Unternehmen auseinandersetzt und deine Bewerbung individuell auf dessen Bedürfnisse zuschneidest. So kannst du klar machen, welchen Mehrwert du bietest, auch wenn gerade keine passende Stelle ausgeschrieben ist. Sieh die Initiativbewerbung daher als Chance, deinen Traumjob aktiv mitzugestalten, anstatt passiv auf Ausschreibungen zu warten.
zuletzt aktualisiert am 16.03.2022