Firmengeschichte der Gothaer Finanzholding AG

Mit Beitragseinnahmen von mehr als 4 Milliarden Euro zählt die Gothaer zu den großen deutschen Versicherungskonzernen. Seit ihrer Gründung vor mehr also 190 Jahren hat die Gothaer die Märkte immer wieder mit innovativen Lösungen geprägt. Heute vertrauen 3,5 Millionen Mitglieder auf das Know-how des Unternehmens.

Ernst Wilhelm Arnoldi gründete 1820 im thüringischen Gotha die „Feuerversicherungsbank des Deutschen Handelsstandes“ von Kaufleuten für Kaufleute und verwirklichte so die Idee der gegenseitigen Hilfe: Alle tragen gemeinsam die Last des Einzelnen. Der liberale Grundgedanke der gegenseitigen Hilfe und die Solidarität zwischen den Mitgliedern hat sich bis heute bewährt.

Firmengeschichte der Gothaer„Man fördere Ehefrieden, Erwerbslust, Ordnung und Sparsamkeit des Einzelnen und das Ganze wird von Wohlsein und Reichtum zeugen“,
so Ernst Wilhelm Arnoldi, Gründer der Gothaer.


Die Gothaer war eine der ersten überregionalen Versicherungen auf Gegenseitigkeit auf dem europäischen Kontinent. Das Besondere: Die Versicherten sind gleichzeitig Eigentümer des Unternehmens. Ähnlich wie bei genossenschaftlichen Banken existieren keine ausschließlich Kapitalgebenden Eigentümer. Dadurch ist eine kontinuierliche und von Eigentümerinteressen unabhängige Geschäftspolitik im Interesse der Mitglieder garantiert. Notwendige unternehmerische Entscheidungen werden schnell getroffen und umgesetzt. Das sichert Marktnähe und Innovationskraft.

Firmengeschichte der GothaerDer Gründungsgedanke von Arnoldi war so erfolgreich,dass nur sieben Jahre später die Lebensversicherungsbank für Deutschland konstituiert wurde. Weitere Unternehmensgründungen wie die Gothaer Transport-Versicherungsbank und die damalige Gothaer Allgemeine folgten im frühen 20. Jahrhundert und führten zu einer deutlichen Ausweitung des Versicherungsbetriebes.

Bis zum Jahr 1997 sollte es dauern, bis die Gothaer sich mit der aus dem Jahr 1895 stammenden Vorgängergesellschaft der späteren Berlin-Kölnische Versicherung zusammentat und gemeinsam den Parion Konzern gründete.

Firmengeschichte der GothaerIm Jahr 2001 wurden die vier rechtlich selbständigen Versicherungsvereine Gothaer Versicherungsbank VVaG, Gothaer Lebensversicherung a.G., Berlin-Kölnische Krankenversicherung a.G. und ASSTEL Lebensversicherung a.G. zu einem Unternehmen verschmolzen. Damit wurde aus einem Gleichordnungskonzern ein vom Gegenseitigkeitsverein Gothaer Versicherungsbank VVaG geführter Unterordnungskonzern. So wurde die Komplexität der Organisation verringert.

Firmengeschichte der GothaerDie Umstrukturierung in die vier Aktiengesellschaften Gothaer Allgemeine Versicherung AG, Gothaer Lebensversicherung AG, Berlin-Kölnische Krankenversicherung AG und ASSTEL Lebensversicherung AG unter dem gemeinsamen Dach eines Vereins – der Gothaer Versicherungsbank – hat erhebliche Wettbewerbsvorteile für das Unternehmen geschaffen.Das neue Konzernmodell erleichtert die Bewertung der Einzelgesellschaften durch Ratingagenturen und den Zugang zum Kapitalmarkt, sodass die Finanzierungsmöglichkeiten einer Aktiengesellschaft ausgeschöpft werden können. Durch den Versicherungsverein an der Spitze des Unternehmens können die Mitglieder einfacher von den Vorzügen der Mitgliedschaft überzeugt werden: So gibt es beispielsweise den kostenlosen Mitgliederschutzbrief, der zusätzliche Leistungen für Mitglieder bietet. Im Zuge der Umstrukturierung entschieden sich die Verantwortlichen bewusst für einen spartenneutralen Namen: Der Name „Gothaer Versicherungsbank“ besitzt einen hohen Bekanntheitsgrad und steht für den spartenübergreifenden Produktansatz des Konzerns.

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