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Firmeninfo

Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG

Lutterstraße 14
33617 Bielefeld

Personal und Organisation
Frau Daniela Hengesbach
Tel.: (0521) 155 -2949

Vom Praktikum zum Traineeprogramm

Erfahrungsbericht von Sebastian Michelswirth, Internationaler Trainee bei Dr. Oetker

Ich habe mich schon immer für wirtschaftliche Zusammenhänge und deren Auswirkungen interessiert. Dabei lag mein Fokus insbesondere in den dynamischen Bereichen Energie und Lebensmittel. Mir war früh klar, dass die kaufmännischen Grundlagen im Studium eine gute Basis für meinen beruflichen Werdegang legen würden.

Was haben Sie studiert und warum haben Sie sich für dieses Studium entschieden?

Ich entschied mich bewusst für ein Studium der Wirtschaftswissenschaften, in dem ich zuerst breit gefächerte betriebswirtschaftliche Grundlagen erlernte, um anschließend in den Bereichen Accounting und Finance tätig zu werden. Die Universität Bielefeld bot mir mit der Studienstruktur in Bachelor und Master ein aus meiner Sicht ideales Angebot. Hinzu kam noch die Möglichkeit, die Qualität des Masters durch ein zeitweises Studium im Ausland sinnvoll zu ergänzen.

In welchem Bereich arbeiten Sie heute und was sind Ihre Aufgaben?

Aktuell befinde ich mich im internationalen Trainee-Programm und durchlaufe unterschiedliche Bereiche im Unternehmen. Dazu gehören neben meinem Schwerpunkt, dem Controlling, beispielsweise auch der Einkauf, das Marketing, die Logistik sowie der technische Bereich. Je nach Bedarf habe ich Aufgaben im Tagesgeschäft und in Projekten übernommen. Außerdem gehört auch eine Station im Ausland hinzu. Diese hat mich für ein Projekt in unsere Landesgesellschaft Dr. Oetker Australien nach Melbourne geführt. Nach Ablauf des 18-monatigen Trainee- Programms werde ich ab 2015 in das Controlling wechseln.

Wie haben Sie Ihre Karriere/berufliche Laufbahn geplant?

Zum Beginn des Studiums stand für mich zunächst fest, dass ich nach dem Abschluss den direkten Weg in die freie Wirtschaft nehmen wollte. Als es dann soweit war, kamen mehrere Faktoren zusammen. Ich war auf der Suche nach einem Praktikum und besuchte während der finalen Phase meines Bachelor-Studiums die Hochschulmesse Perspektive in Bielefeld - dort wurde ich auf das Unternehmen Dr. Oetker aufmerksam. Das Resultat war, dass ich wenige Monate später ein mehrmonatiges Praktikum im Beteiligungscontrolling absolvieren konnte.

Ich hatte also einen »Fuß in der Tür«. Im Anschluss daran wurde ich in das »Stay in Touch« Programm, ein exklusives Netzwerkund Entwicklungsprogramm der gesamten Oetker-Gruppe für ehemalige Praktikanten, aufgenommen und blieb auf diese Weise mit dem Unternehmen in Kontakt. In 2012 folgte im Zuge meiner Masterarbeit ein Kooperationsprojekt, Anfang 2013 führte es mich, ebenfalls für Dr. Oetker, einige Monate nach Neu Delhi/ Indien, und Mitte desselben Jahres habe ich dann mein Trainee-Programm begonnen.

Wie waren die ersten 100 Tage im Job?

Die ersten 100 Tage waren absolut spannend, obwohl Unternehmen und Umgebung für mich als solches nicht neu und aufgrund meines Praktikums bereits vertraut waren. Nun hatte ich jedoch zum ersten Mal intensiv und aktiv mit dem operativen Geschäft Berührung. Bei meinen vorherigen Tätigkeiten hatte ich vorrangig in Projekten mitgewirkt.

Wann und wodurch beeinflusst fiel die Entscheidung für Ihren Tätigkeitsbereich/dieses Berufsbild?

Wann? Während meines ersten Praktikums im Controlling. Wodurch? Meine Neugierde, meine Affinität zu Zahlen und den damit verbundenen vielfältigen beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten.

Verlief Ihr Berufseinstieg so, wie Sie es sich vorgestellt haben und fühlten Sie sich in allen Bereichen gut durch das Studium vorbereitet?

Aufgrund der Tatsache, dass ich das Unternehmen Dr. Oetker durch das Praktikum schon gut kannte, hatte ich bereits eine Vorstellung davon, was auf mich zukommen würde. Das Studium betreffend fühlte ich mich in der Tat gut vorbereitet. Dennoch sind Theorie und Praxis immer zwei verschiedene Paar Schuhe. Was würden Sie Studenten für die Planung der beruflichen Orientierung raten? Grundsätzlich sind Praktika und der Besuch von Berufsstartermessen von Vorteil. Hier empfehle ich persönlich mehr Wert auf Qualität statt Quantität zu legen. Meiner Ansicht nach ist der Lebenslauf zwar wichtig, jedoch steht am Ende immer noch ein Charakter, der den Bewerber auszeichnet. Meine Erfahrung ist, dass ein mehrmonatiger Aufenthalt im Ausland, egal ob Studium oder Praktikum, hilfreich ist, um sich selbst und die eigenen Möglichkeiten in fremden Umgebungen und anderen Kulturen »auszuprobieren«.

Auf welche Faktoren sollte ein Berufseinsteiger bei der Auswahl des ersten Jobs achten?

Meine Empfehlung ist, nicht auf Stadt, den Namen des Arbeitgebers oder auf das Gehalt zu schauen. Vielmehr sind Entwicklungsmöglichkeiten, die Tatsache, ob und wie sich die Arbeitnehmer mit dem Unternehmen identifizieren sowie die Reputation von Bedeutung. Ebenso ist es sinnvoll, sich als Einsteiger zu überlegen, ob man lieber national oder international, in eher großen Unternehmen, bei überschaubaren Mittelständlern oder Familienunternehmen arbeiten möchte.

Wie geht man mit der Gehaltsfrage um? Haben Sie einen Tipp für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung oder sollte man eher auf andere Faktoren achten?

Das Gehalt ist natürlich grundsätzlich nicht unbedeutend, aber es spielt aus meiner Sicht beim Berufsstart nicht die entscheidende Rolle. Andere Faktoren wie beispielsweise Entwicklungsmöglichkeiten beim künftigen Arbeitgeber könnten meiner Meinung nach ausschlaggebender sein. Bei den meisten großen Arbeitgebern, so meine Erfahrung, sind die Gehälter für Berufseinsteiger ohnehin festgelegt und kaum verhandelbar.

Was sind Karrieretreiber, was sind Karrierekiller?

Das lässt sich sicher nicht verallgemeinern, aber Flexibilität ist für den beruflichen Weg in jedem Fall von Vorteil. Gleiches gilt, wenn es gelingt, ein gutes Gespür im Umgang mit Kollegen zu entwickeln. Wichtig ist, dass man sich mit der Unternehmenskultur identifizieren kann und diese auch mit trägt.

Würden Sie aus heutiger Sicht etwas anders machen, wenn Sie noch einmal die Möglichkeit hätten?

Beruflich gesehen würde ich jeder Zeit wieder die gleichen Entscheidungen treffen. Was das Studium angeht, so würde ich mehr Zeit im Ausland verbringen wollen.
Controlling - Oetker

Zur Person

Sebastian Michelswirth
Master of Business Administration and Economics an der Universität Bielefeld und der Universität Kopenhagen mit den Vertiefungen Finance, Accounting und International Management and Economics
internationaler Trainee mit dem Schwerpunkt Controlling bei Dr. Oetker

Oetker berichtet über die Karriere im Controlling!

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