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Antworten der compamedia GmbH zum Thema No-Goes im Bewerbungsverfahren

No Goes im Bewerbungsverfahren - Antworten der compamedia GmbH

No Goes im Bewerbungsverfahren - Antworten der compamedia GmbH compamedia GmbH
Dr. Wolfgang Feige
Personalleiter

Informationen zum Unternehmen:
Branche: k. A.
Beschäftigte: 20
Gewünschte Bewerbungsform: online


Berufsstart.de: Welches waren die lustigsten Entschuldigungen und Ausreden auf einen Bewerbungsausrutscher?
Das ist zwar kein Ausrutscher im klassischen Sinn, aber: Auf eine Personalanzeige mit dem Titel "Wir suchen kreative und durchsetzungsstarke Außendienstmitarbeiter" bekamen wir einmal eine Ansichtskarte aus Mallorca! Das war im ersten Moment schon etwas befremdlich: ein Bild von Sonnenden am Strand. Auf der Karte stand: "Ich bin gerade auf Mallorca im Urlaub und habe am Strand Ihre Anzeige in der Süddeutschen Zeitung gelesen. Hiermit möchte ich meine Bewerbung in den Ring werfen und bewerbe mich um diese Stelle. Sobald ich zu Hause bin, werde ich Ihnen die vollständigen Bewerbungsunterlagen zukommen lassen".
Diese Art der Bewerbung ist zwar sehr untypisch, zeigt aber großes Interesse und eine schnelle, kreative und unkonventionelle Handlungsweise. Wir haben die Dame eingeladen und sie hat uns überzeugt, dass sie die richtige Mitarbeiterin für unseren Außendienst ist.


Berufsstart.de: Die Bewerbungen auf eine ausgeschriebene Stelle trudeln ein. Was wäre für Sie ein Fall für den Papierkorb und wie sollte eine Bewerbung auf keinen Fall sein?
Ein zu langes Anschreiben - also über 1 bis 1,5 Seiten. Eine Bewerbung, die fachlich sichtlich nicht auf die ausgeschriebene Stelle passt.


Berufsstart.de: Wie sehen für Sie die perfekten Bewerbungsunterlagen aus?
Ein kurzes, prägnantes Abschreiben, welches die Motivation der Bewerbung nennt und auch einen Bezug zur ausgeschriebenen Stelle aufweist. Außerdem ein klar strukturierter Lebenslauf, idealerweise bereits mit je drei oder vier Zeilen Kurzbeschreibung, was man in der jeweiligen Lebensstation hauptsächlich gemacht hat. Dann noch alle vorhandenen Arbeitszeugnisse, bei einem Studium das Hochschulzeugnis, das letzte Schulzeugnis - fertig. Gut kommen auch stellenrelevante Weiterbildungskurse im Lebenslauf.


Berufsstart.de: Wie sollten sich künftige Arbeitnehmer zwischen Posteinwurf, Zwischenbescheid und eventuellem Vorstellungsgespräch verhalten und was könnten diese vorbereitend tun?
Absolutes No-Go: mehrfach beim Arbeitgeber, bei dem man sich beworben hat, anrufen und am besten noch drängen. Was man aber tun sollte: sich im Internet oder in den Medien über die Arbeitgeber, bei dem man sich beworben hat, informieren: Branche, Produkte, Neuheiten, Philosophie, Größe ...


Berufsstart.de: Unpünktlichkeit, mangelhafte Vorbereitung, unklare Jobvorstellungen ... Fehler, die im Vorstellungsgespräch passieren. Was wäre für Sie ein KO-Kriterium?
1. Der Bewerber hat sich keine Gedanken darüber gemacht, was die Hauptaufgaben seiner Stelle sein werden.
2. Sein Auftreten und seine Aussagen stehen im groben Widerspruch zu seiner Bewerbung.
3. Er kann Lücken im Lebenslauf nicht erklären.
4. Er "textet" den Interviewer zu, wiederholt sich ständig, beantwortet Fragen nur ausweichend.
5. Er hat kein Wissen über die Firma, und stellt.
6. aber auch keine Fragen zur Stelle und zur Firma.


Berufsstart.de: Was raten Sie künftigen Arbeitnehmern, um solche Fettnäpfchen zu vermeiden und was, wenn man bereits reingetreten ist?
Mein Rat: keine Standardbewerbung schreiben. Besser ist es, jeweils einen kurzen Bezug zu der Firma oder der Stelle im Anschreiben herzustellen und die eigene Motivation zu nennen. Im Vorstellungsgespräch sollten Bewerber offen, ehrlich, authentisch sein und vor allem keine Rolle spielen. Denn: Eine Rolle fliegt spätestens dann auf, wenn man die Stelle hat. Außerdem sollte man Fragen, die im Bewerbungsgespräch gestellt werden können, antizipieren und vorbereiten. Dazu kann man bspw. mit Freunden ein Bewerbungsgespräch üben. Lesen Sie meinetwegen im Vorfeld auch ein Bewerberbuch.
Beim Gespräch selbst empfiehlt es sich, auf Fragen, auf die man nicht vorbereitet ist, authentisch zu antworten und gerne auch mal eine kurze Bedenkzeit zu erbitten. Falls man sich verhaspelt hat, ruhig anprechen und neu anfangen. Wenn man Frage nicht verstanden hat, besser nachfragen statt einfach zu antworten. Und ganz wichtig: Auch Fragen zur Firma oder der Stelle vorbereiten und stellen.


No-Goes im Bewerbungsverfahren und im Vorstellungsgespräch - Unternehmen antworten
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