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Erfolgreich Netzwerken für Studium und Beruf – das eigene Netzwerk

Netzwerken ist aus der heutigen Berufswelt nicht mehr wegzudenken, obwohl Netzwerken nichts Neues ist. Das berühmt berüchtigte Vitamin B war schon immer ein erfolgversprechendes Tool bei der Jobsuche. Hier ein paar Tipps für Aufbau und Pflege deines eigenen Netzwerkes:

Heutzutage ist Netzwerken im Beruf schon deshalb so wichtig, weil niemand über das komplette notwendige Wissen für den Job verfügen kann. In deinem Netzwerk kannst du quasi das für den Job notwendige Wissen auf mehrere Personen verteilen. Du musst also nicht alles wissen, aber die Menschen kennen, die dir mit ihrem Wissen helfen können. Wenn du erfolgreich ein Netzwerk aufbauen möchtest solltest du eine Grundvoraussetzung beachten: Netzwerken heißt immer geben und nehmen. Wenn du also die Vorteile eines Netzwerkes nutzen möchtest, musst du auch bereit sein, selbst deinen Netzwerkpartnern zu helfen.

Das eigene Netzwerk aufbauen

Du wirst sicherlich bereits ein Netzwerk haben, auch wenn es dir gar nicht so bewusst ist. Der innere Kreis in deinem Netzwerk ist die Familie. In diesem Netzwerk ist es sehr einfach, um Rat zu fragen oder auch das Wissen der Familienmitglieder zu nutzen. Der nächste Kreis sind deine Freunde. Hier beginnt schon die Arbeit. Denn ist es bei einem Familienmitglied möglich, sich auch nach ein paar Jahren zu melden, erwarten die Freunde schon einen regelmäßigeren Kontakt, bevor sie dir helfen wollen. Freundschaften sollten also gepflegt werden. Doch Freunde wären keine Freunde, wenn du dich nicht regelmäßig mit Ihnen austauschst.

Um den Kreis deiner Freunde liegt der Kreis der Bekannten und Kollegen bzw. Kommilitonen. Dieser Kreis teilt sich demnach in private und berufliche Kontakte auf. Im Netzwerk der Bekannten und Kollegen können schon einige Kontakte zusammenkommen. Um hier einen Überblick zu behalten, müssen diese Kontakte am besten digital erfasst werden. Klingt schwierig, ist aber ganz einfach. Die beste Verwaltung deiner Kontakte erreichst du über soziale Netzwerke im Internet. Verwaltest du zum Beispiel private Kontakte über Facebook und berufliche über Xing oder LinkedIn, hast du kaum Arbeit, da Sie von den jeweiligen Nutzern auch immer aktuell gehalten werden. Das setzt natürlich voraus, dass deine Netzwerkpartner diese Medien auch nutzen. Möglich ist natürlich auch, dass du dir zum Beispiel über Outlook oder ähnliche Dienste deine eigene Netzwerkdatei aufbaust. Wichtig ist aber neben dem Aufbau auch die regelmäßige Aktualisierung. Doch da du dich sowieso um dein Netzwerk kümmern musst, sollte das kein Problem darstellen.

Das eigene Netzwerk pflegen

Um im Bedarfsfall das eigene Netzwerk auch nutzen zu können, muss es gepflegt werden. Das kostet natürlich auch Zeit, aber der Nutzen, wenn du zum Beispiel einen Job für deinen Berufseinstieg suchst oder Informationen zu deiner Masterarbeit benötigst, ist nicht zu unterschätzen. Denn, wenn du bedenkst, wieviel Zeit du sparen kannst, wenn du durch die Hilfe deiner Netzwerkpartner schneller ans Ziel gelangst. Wie oft solltest du deine Netzwerkpartner kontaktieren? Ein ruhender Kontakt, mit dem du dich nicht aktiv austauschst, sollte zweimal im Jahr angesprochen werden. Hierzu eignen sich Geburtstage oder Informationen, die du anbietest. Das kann zum Beispiel ein Link oder Artikel sein, der deinen Netzwerkpartner interessieren könnte.

Netzwerken lernen

Übung macht den Meister. Erfolgreich Netzwerken lernst du, indem du dich mit deinen Anliegen an dein Netzwerk wendest und es damit aktivierst. Nur so kannst du Erfahrung sammeln und kannst durch Gegenanfragen dein Netzwerk lebendig erhalten und pflegen. Das Geben und Nehmen kann Spaß machen.

Netzwerkveranstaltungen besuchen

Um sich aktiv ein Netzwerk für den Beruf und Berufseinstieg aufzubauen und zu erweitern, solltest du rechtzeitig beginnen. Dabei helfen dir Netzwerkveranstaltungen. Doch wie bist du hier erfolgreich?

Netzwerk – eine Definition

Netzwerken oder Networking bedeutet Aufbau und Pflege von persönlichen und beruflichen Kontakten. Ziel ist es, sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen. Ein Netzwerkkontakt kann in seiner Wertigkeit in einen Kontakt (Austausch von Visitenkarten) und in eine Beziehung (wechselseitige Interaktion) unterschieden werden. Diese Unterscheidung ist für den Besuch von Veranstaltungen relevant. Denn wenn ich ein fundiertes Netzwerk aufbauen möchte, reicht ein Sammeln von Visitenkarten nicht aus. Die gemachten Kontakte sollten im Nachgang auch gefestigt werden. Somit beginnt zum Beispiel bei dem Besuch einer Karrieremesse die Arbeit erst so richtig danach, um die Kontakte auch aktiv für die Jobsuche und Karriereentwicklung nutzen zu können.

Eine Netzwerkveranstaltung besuchen

Wer sein Netzwerk aufbauen und erweitern möchte, muss aktiv werden. Für Karriere und Beruf gibt es mittlerweile viele Veranstaltungen, die sich zum Netzwerken eignen. Ob die klassische Jobmesse, ein Seminar oder ein Fachkongress, immer bietet sich die Möglichkeit Wissen zu teilen und Menschen kennen zu lernen. Doch mit dem Hingehen ist es nicht getan, Kontakte und Beziehungen entstehen nur durch die aktive Ansprache und das Miteinander.

Erfolgreich auf der Netzwerkveranstaltung

Kann ich mit der Tür ins Haus fallen und mein Anlegen gerade heraus formulieren? Eigentlich nicht: Hier gibt uns der Social Media Berater Mike Sansone mit 70-20-10 Regel einen Weg vor:

› 70 Prozent – Vertrauen ist der Anfang von allem: Gute belastbare Beziehungen beruhen auf gegenseitigem Vertrauen. Deshalb sollte 70 Prozent Ihres Engagements der Vertrauensbildung dienen. Wie schaffst du das? Stifte einen Nutzen für den anderen, vermittle Kontakte und gebe Tipps. Kurzum du solltest erst einmal etwas geben.
› 20 Prozent – erzählen Sie etwas über sich. Sobald Menschen vertrauen und dank deiner Hilfe weitergekommen sind, fangen sie an, sich für dich zu interessieren. Jetzt kannst du mit 20 Prozent deiner Aktivität des Erzählens beginnen.
› 10 Prozent – echte Beziehungen als Ressource nutzen: Nach Engagement, Vertrauensaufbau und Kennenlernen, entstehen echte Beziehungen. Jetzt kannst du profitieren und erwarten, dass der andere Zeit und Energie aufwendet, um dir weiterzuhelfen. Der Kontakt wird zur Ressource für deine Belange. Du kannst anfangen über dein Anliegen zu sprechen, um Rat oder konkrete Hilfe zu bitten. Doch bitte nicht zu viel auf einmal. Deshalb steht dieser Punkt unter 10 Prozent der Formel.

Doch zu jeder Regel gibt es auch Ausnahmen. Auf einer Jobmesse zum Beispiel solltest du schnell zum Ziel kommen und dein Anliegen - die Jobsuche formulieren. Denn diese Veranstaltung gibt das Ziel Jobsuche vor und jeder Gesprächspartner ist auf dieses Ziel eingestellt und erwartet Gespräche in dieser Richtung. Small Talk und Vertrauensaufbau kann hier eher gegen Ende des Gesprächs den Kontakt festigen.

Das Gespräch starten

Small Talk ist der Türöffner für den Aufbau von Netzwerkkontakten. Wähle unbedingt positive Themen (Veranstaltung, Ort des Geschehens, Urlaub, Reisen, Hobbys, Kunst und Kultur, Karrierewege, Speisen, Restaurants, Aktuelles, aber nicht Politisches). Hierbei können sich erste Aspekte des „Gebens“ herauskristallisieren. Das können interessante Informationen oder kleine Tipps sein, über die sich der Gesprächspartner freut. Damit wird Vertrauen aufgebaut und du kannst zum zweiten Punkt der Formel von Sanone übergehen. Es kann sehr schnell gehen, dass sich Vertrauen aufbaut und du dein Anliegen formulieren kannst und der Kontakt schon während der Veranstaltung zu einer Beziehung wird. Es kann aber auch dauern und mehrerer Gespräche bedürfen. Deshalb muss der Kontakt mittels Visitenkarte bzw. Adressaustausch zum Beispiel über Online Netzwerke vertieft werden. Tipp: Bei der Jobsuche, kann statt einer Visitenkarte auch ein Kurzlebenslauf gereicht werden.

Netzwerken lernen

Netzwerken braucht Übung. Du solltest deshalb keine Gelegenheit versäumen und aktiv auf Netzwerkveranstaltungen gehen. Warte nicht erst darauf, dass der Berufseinstieg vor der Tür steht. Bis dahin solltest du schon über ein aktives Netzwerk verfügen, damit dieser Schritt einfach zu bewältigen ist.

Bei Berufsstart findest du Tipps für den Aufbau und die Pflege deines eigenen Netzwerkes.

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