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Die richtige Gesprächsführung auf einer Jobmesse

Die Vorstellungsrunde ist durch und nun? Ein geeignetes Gesprächsthema mit einer völlig fremden Person zu finden ist schwierig, aber nicht unmöglich. Es bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als sich langsam an Ihren Gegenüber heranzutasten. Seien Sie Sie selbst, sich zu verstellen hat keinen Sinn, Sie würden sich möglicherweise verhaspeln und damit Unsicherheit zeigen. Versuchen Sie weder zu forsch noch zu zurückhaltend an das Gespräch heranzugehen. Üben Sie Ihr Gesprächsverhalten im Vorfeld mit Freunden und Verwandten und bewerten Sie sich kritisch.

Im Gespräch geht es jetzt darum ein gesundes Mittelmaß zwischen Belanglosigkeit und Preisgabe des Privatlebens bzw. Berührung konfliktreicher Fragen zu finden. Reden und Zuhören, Nachfragen und Interessantes merken (gerne auch kurz notieren, um eventuell nochmals nachhaken zu können) ein Hin und Her zwischen Ihnen und Ihrem Gesprächspartner. Und eins noch – den Gesprächspartner immer ausreden lassen, dazwischenquatschen ist äußerst unhöflich und kann schon ein KO-Kriterium sein.

Welche Themen könnten den Gesprächseinstieg erleichtern? Zunächst einmal sind Sie ja auf einer Jobmesse und Sie könnten sich z.B. über die tolle Atmosphäre auf der Messe, eines besuchten Vortrages und das schöne Wetter unterhalten. Sie werden sehen, das Gespräch wird zum Selbstläufer und wenn nicht? Die meisten Personaler kennen die Situation und können sich in Sie hineinversetzen. Diese werden versuchen, Sie an entsprechender Stelle abzuholen und das Gespräch auffangen. Also keine Angst, es wird Ihnen niemand den Kopf abreißen.

Es gibt aber auch einige Themen, die man in einem Gespräch auf einer Jobmesse nicht anspricht. Dazu gehören: politische Streitpunkte, Religion und sehr private Themen (z.B. Krankheiten – das geht niemanden etwas an). Äußerst unangebracht ist es auch sich über andere lustig zu machen oder schlecht zu reden – aber ich denke, das versteht sich von selbst und soviel Feingefühl sollte jeder haben.

Pluspunkte können Sie sammeln, wenn Sie sich schon im Vorfeld mit dem Wunschunternehmen befasst haben - Sie wissen, was diese machen und vielleicht an welchem Projekt gerade gearbeitet wird (Wirtschaftsteil der Tageszeitung). Das zeigt echtes Interesse am Unternehmen und da sind eventuelle Unsicherheit zu Anfang des Gespräches schnell vergessen.

Fazit: Seien Sie Sie selbst, nett und freundlich – ohne sich zu verstellen. Nach der Begrüßung, zunächst einmal mit unverfänglichen Themen ins Gespräch einsteigen, um dann zum eigentlichen wichtigen Gespräch umzuschwenken. Und nicht vergessen: Personalverantwortliche sind auch nur Menschen und die werden Ihnen sicherlich hilfestellend zur Seite stehen und nicht den Kopf abreißen, wenn Sie ins stottern kommen.

 

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