Bei Roche Diagnostics werden Talente optimal
gefördert

Stärken stärken und Schwächen schwächen
Wer zu Roche kommt, braucht keine Angst zu
haben, als kleines Rädchen im Getriebe des
Weltkonzerns unterzugehen. Ganz im Gegenteil:
Wer Talent hat, wird optimal gefördert. „Das
Unternehmen hat großes Interesse, Leistungsträger
zu entwickeln“, betont Elke Schüler, Leiterin
der Einheit Strategische Personalentwicklungsprogramme
bei Roche Diagnostics. „Mit unseren Förderprogrammen
gehen wir individuell auf die Fähigkeiten
und Bedürfnisse der Mitarbeitenden ein. Wir
unterstützen sie dabei, ihre Stärken zu stärken
und ihre Schwächen zu schwächen.“
Wie sieht die Personalentwicklung bei Roche
in der Praxis aus?
Wir haben einen Diplom-Biotechnologen seinen
Erfahrungen gefragt.
Johannes Kreller, 31
Diplom-Biotechnologe
Betriebsleiter Zellfermentation in der EPO-Produktionsanlage
First Leadership Programm
Roche Diagnostics, Penzberg
Als Johannes Kreller auf einen Schlag die
Verantwortung für 13 Mitarbeitende übernahm,
wusste er schon, was auf ihn zukommt. „Bei
den Orientierungstagen des Leadership Programms
haben wir verschiedene Führungssituationen
in Rollenspielen geprobt“, erinnert sich
der quirlige Biotechnologe und fügt lachend
hinzu. „Damals hielt ich manche Szenarien
für überzeichnet. Heute weiß ich, dass sie
sehr nahe an der Realität waren.“
Zu dem dreitägigen Orientierungsseminar hatte
sich Johannes Kreller angemeldet, um zu erfahren,
welchen Herausforderungen er sich in einer
Führungsposition stellen muss. Er wollte
sich weiterentwickeln, nachdem er 2003 als
Schichtmitarbeiter in der Fermentation der
Penzberger Pharmaproduktion begonnen hatte
und 2005 bereits eine Stelle als Betriebsassistent
hatte. „Die Orientierungstage bestätigten
mich in meinem Wunsch, Personalverantwortung
zu übernehmen.“
Als sich im Dezember 2007 die Chance bot,
Betriebsleiter der Fermentation innerhalb
der EPO-Produktionsanlage zu werden, griff
Johannes Kreller gleich zu. „Die meisten
meiner Mitarbeiter sind älter und schon länger
im Unternehmen als ich“, sagt Kreller, der
bei der Übernahme der Betriebsleitung gerade
30 Jahre jung war. „Am Anfang dachte ich,
dass der Altersunterschied ein großes Problem
sei. Doch es funktionierte super.“
Nachdem er einige Monate erste Erfahrungen
als Führungskraft sammeln konnte, startete
er mit dem First Leadership Programm – dem
Roche Personalentwicklungsprogramm für Führungskräfte
mit der ersten Führungsaufgabe. Es besteht
aus sechs Modulen, zu denen sich eine Gruppe
von rund 20 Teilnehmern unter Anleitung externer
Trainer trifft. „In meiner Gruppe sind Kollegen
aus Penzberg, Mannheim, Graz und dem schweizerischen
Burgdorf. Von den Berufen her sind wir kunterbunt
gemischt. Es sind Leute aus Forschung und
Produktion genauso dabei wie Systemprogrammierer
oder Controler.“
Beim ersten dreitägigen Modul ging es vor
allem um die eigene Persönlichkeit. „Ich
bekam durch das Seminar einen bewussteren
Blick auf mich selbst und kann meine Persönlichkeit
jetzt besser verstehen“, resümiert Kreller.
Als persönliches 100-Tage-Projekt nahm sich
Johannes Kreller seine Etablierung als Betriebsleiter
vor. Wenn der junge Biotechnologe von den
Seminaren erzählt, erinnert er sich vor allem
an die Rollenspiele, die ihm für seine praktische
Arbeit am meisten brachten – zum Beispiel
das Rollenspiel, bei der er mit einem „Mitarbeiter“
sprechen musste, der jeden Morgen völlig
unausgeschlafen zur Arbeit kommt. „Dabei
habe ich gelernt, wie man einen Mitarbeiter
aus der Reserve lockt, damit er mir erzählt,
was wirklich mit ihm los ist.“ Einen bleibenden
Eindruck hinterlassen haben auch die Informationen
des Suchtberaters, der viel zum Verständnis
von Suchtkranken beigetragen hat und erklärte,
wie man sich als Vorgesetzter am besten verhält.
„Die Seminare haben mir vor allem Sicherheit
und Ideen für den Arbeitsalltag gegeben“,
so das Fazit von Johannes Kreller. In der
Gruppe besprechen wir unsere eigenen Führungsprobleme
und erarbeiten gemeinsam Lösungen.“
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