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Als Ingenieur bei Roche Diagnostics

Als Ingenieur bei Roche Diagnostics

Als Ingenieur bei Roche DiagnosticsAleksandra Melke, Diplom-Wirtschaftsingenieurin, Schwerpunkt Logistik und Unternehmensplanung, Universität Karlsruhe
Roche Diagnostics Mannheim, Logistik, Gruppenleiterin Kommissionierung


Wie von Geisterhand gesteuert rollen große Kartons und kleine Päckchen über ein Labyrinth von Förderbändern. Die Pakete enthalten wertvolle Fracht. Von hochempfindlichen Reagenzien bis zu komplexen Geräten sind alle Diagnostikprodukte von Roche dabei. Der gute Geist, der dafür sorgt, dass jedes Paket auf den Förderbändern den richtigen Weg zum Kunden findet, ist Aleksandra Melke. Die 29-jährige Wirtschaftsingenieurin leitet die Kommissionierung am Standort Mannheim, einem der beiden internationalen Logistikzentren des Unternehmens. „Wir haben die Produkte als letzte in der Hand“, sagt Aleksandra Melke. „Wenn wir unseren Job nicht richtig machen, kommt das Produkt beschädigt beim Kunden an oder es wird sogar das
falsche geliefert.“

Das attraktive Trainee-Programm und die Auszeichnung „Top-Arbeitgeber 2006“ durch die Zeitschrift „karriere“ waren für Aleksandra Melke die Gründe, sich für Roche zu entscheiden und nicht wie ursprünglich geplant in die Automobilbranche zu gehen. Im Juni 2006 begann sie in Mannheim mit dem Management Start Up Programm Global Logistics, das ihr ermöglichte, an verschiedenen Stationen im Unternehmen Erfahrungen zu sammeln und Projekte zu bearbeiten. Betreut wurde sie dabei von einem Mentor, der sie als erfahrener, neutraler Ansprechpartner unterstützte. „Bei meinem Mentor konnte ich jederzeit ungezwungen nachfragen. Er half mir nicht nur bei organisatorischen Fragen, sondern machte mir in einer schwierigen Situation auch Mut, meinen Standpunkt zu vertreten.“

Ihren dreimonatigen Auslandseinsatz, der im Management Start Up Programm fester Bestandteil ist, absolvierte Aleksandra Melke in Indianapolis, dem zweiten internationalen Logistikzentrum von Roche Diagnostics. Dort analysierte sie in einem eigenen Projekt sämtliche logistischen Prozesse. Damit sie auch wirklich weiß, wovon sie spricht, packte sie bei der Kommissionierung kräftig mit an.

Ans Förderband stellte sie sich auch, als sie im Februar 2008 in Mannheim ihre Stelle als Gruppenleiterin der Kommissionierung antrat. „Ich wollte die Arbeitsabläufe genau kennen lernen“, erklärt Aleksandra Melke. Wie laufen die Prozesse? Wo wird welche Ware eingelagert? Und: Wo sind die Schmerzpunkte für die Mitarbeitenden? Diese Fragen beschäftigten sie im wahrsten Sinne des Wortes, als sie analysierte, wie anstrengend welche Abläufe sind und wo die Mitarbeitenden viel heben und umsetzen müssen.

Mit ihrer Stelle als Gruppenleiterin bekam Aleksandra Melke über Nacht die Personalverantwortung für 41 Mitarbeitende, von denen die meisten deutlich älter sind als sie. „Anfangs wurde ich von meinen Mitarbeitenden auf die Probe gestellt“, erzählt die junge Wirtschaftsingenieurin. „Ich glaube, das geht allen neuen Führungskräften so. Doch ich habe mich durchgesetzt und damit an Glaubwürdigkeit gewonnen.“

Aleksandra Melke nimmt ihre Personalverantwortung sehr ernst und ist bemüht, neben dem Tagesgeschäft genügend Zeit für ihre Mitarbeitenden zu haben. „Mir ist wichtig, dass meine Leute wissen, dass sie bei ihrer Chefin eine offene Tür finden und jederzeit mit Fragen oder Problemen zu mir kommen können.“


Als Ingenieur bei Roche DiagnosticsDavid C. Krey, Diplom-Ingenieur für Pharmatechnik und Master of Science in Biomedical Engineering
Roche Diagnostics Mannheim, Diabetes Care, Fachprojektleiter Chemieentwicklung


Vorsichtig nimmt David Krey eine Beschichtungsprobe für Glukose-Teststreifen in die Hand und hält sie gegen das Licht. Der dünne Film ist nur wenige Mikrometer dick – und vereint in sich jahrzehntelange Erfahrung gepaart mit modernstem biochemischem Know-how. „Gemessen an anderen Arbeitsfeldern oder Industriezweigen gibt es nicht viele Menschen auf der Welt, die wissen, was es bedarf, um erfolgreich Teststreifen weiterzuentwickeln“, sagt David Krey. Er ist einer von ihnen. Der 32-jährige Diplomingenieur für Pharmatechnik arbeitet am Standort Mannheim im Bereich Diabetes Care – dem Konzernbereich, der eine umfangreiche Produktpalette für Menschen mit Diabetes anbietet.

Bevor David Krey zu Roche kam, hatte er international schon einige Erfahrungen gesammelt. Seine Diplomarbeit für das Studium der Pharmatechnik an der Hochschule in Sigmaringen hatte er in London verfasst. Für die Masterarbeit im internationalen Studiengang Biomedical Engineering war David Krey nach Wien gegangen. Seine Promotion verfasste er wieder in Deutschland, an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Die praktischen Arbeiten liefen in einem Unternehmen der Healthcare-Branche.

Bei Roche ist David Krey seit Mai 2008 als Post-Doc beschäftigt. „Wir arbeiten an der stetigen Weiterentwicklung der Teststreifen, mit denen Diabetiker selbst ihren Blutzuckergehalt bestimmen“, beschreibt Krey seine Tätigkeit als Fachprojektleiter in der Chemie- und Beschichtungsentwicklung. Dabei geht es unter anderem auch darum, die Tests noch schneller und präziser zu machen. Ein weiteres wichtiges Ziel – den Kunden im Fokus – ist die Reduzierung der Blutmenge, die für den Test benötigt wird. David Krey erarbeitet für und mit seinem Projektteam das Versuchsdesign, koordiniert die Experimente, führt sie mit durch und ist auch für die Auswertung und Beurteilung der Ergebnisse zuständig, das komplette Paket. „Es wird nie langweilig, da dieser Job jeden Tag neue Herausforderungen bietet“, berichtet der Diplom-Ingenieur. Besondere Freude macht ihm das vernetzte, interdisziplinäre Arbeiten mit anderen Abteilungen. „Als Fachprojektleiter arbeite ich oft an Projekten mit, die auch international aufgezogen sind.“ Besonders mit den Kollegen aus Indianapolis und Penzberg, zwei weiteren Roche-Standorten für die Entwicklung von Produkten im Bereich Diabetes Care, besteht ein enger Austausch.

An Roche schätzt David Krey besonders das angenehme Arbeitsumfeld. „Die faire und soziale Einstellung hebt Roche positiv von anderen Unternehmen ab“, meint Krey. „Roche begreift zufriedene und motivierte Arbeitnehmer als Kapital und fördert ihr Potenzial.“

Am Standort Mannheim fühlt sich David Krey richtig wohl. „Die Metropolregion Rhein-Neckar mit ihrer hohen Lebensqualität hat viel zu bieten. Vom bunten, quirligen Mannheim über das studentisch und kulturell geprägte Heidelberg bis hin zur ländlichen Idylle entlang der süddeutschen Weinstraße bietet die Region ein breites Band an Möglichkeiten.“


Als Ingenieur bei Roche DiagnosticsJörg Rohde, Diplom-Ingenieur Biotechnologie, Fachhochschule Weihenstephan
Roche Diagnostics Penzberg, Site Engineering, Betriebsingenieur


Konzentriert gleitet der Blick von Jörg Rohde über die riesigen Stahlkessel und Verrohrungen, die den Reinraum der Penzberger Diagnostika-Produktion mit Reinstmedien und Reinigungslösungen versorgen. Jeder Fehler in der hochkomplexen Anlage könnte Produktionsfehler oder gar einen Produktionsausfall zur Folge haben. Jörg Rohde sorgt dafür, dass es nicht so weit kommt. Als Betriebsingenieur trägt der Diplom-Biotechnologe die Verantwortung für die Funktionsfähigkeit der Anlagen von zwei Diagnostika-Produktionsgebäuden am Standort Penzberg – eine Aufgabe die ihn ausfüllt und zufrieden macht. Das war aber
nicht immer so.

Jörg Rohde kam gleich nach seinem Studium an der Fachhochschule Weihenstephan im Mai 2000 zu Roche nach Penzberg. Sein Arbeitsplatz war in der Produktion des rekombinanten Plasminogenaktivators (rPA), einem Wirkstoff zur Therapie des akuten Herzinfarkts. Er arbeitete operativ in der Fermentation – im Schichtdienst. „Als diplomierter Biotechnologe fühlte ich mich für diese Aufgabe überqualifiziert und dachte, dass es das doch nicht gewesen sein kann“, erinnert sich Rohde. Ein Gespräch mit seinem Vorgesetzten machte ihm klar, dass sich an diesem Arbeitsplatz keine langfristige Perspektive für ihn bot.

Daher begann Rohde die internen Stellenausschreibungen zu studieren und fand seine jetzige Position beim Site Engineering, der zentralen Stelle am Standort, die für Bauvorhaben sowie für die Instandhaltung der Gebäude und Anlagen zuständig ist. Jörg Rohde ist froh, dass er sich damals so schnell entschlossen hat zu wechseln und dass er dabei von seinem Vorgesetzten und der Personalabteilung unterstützt wurde. Jetzt kann er sein Ingenieurs-Know-how, das er während seines Studiums erworben hat, optimal einbringen. „Im Gebäude 741, für das ich als Betriebsingenieur verantwortlich bin, wird unter anderem der Test zum Nachweis der Neuen Grippe für den weltweiten Markt produziert“, sagt der 34-Jährige. Da der Test auf dem Nachweis von Nukleinsäuren beruht, muss er zu seinem eigenen Schutz unter Reinraumbedingungen produziert und abgefüllt werden. Das bedeutet: In der Testproduktion gelten dieselben Regeln wie bei der Herstellung von Mikroprozessoren. Die Mitarbeitenden tragen Ganzkörperanzüge mit Mundschutz, die Grenzwerte für die Konzentration von Keimen in der Luft sind extrem streng. Zu den Aufgaben von Jörg Rohde gehört es, die Funktion aller Anlagen im Reinraum sicher zu stellen. Daneben beschäftigt er sich auch mit der Planung neuer Anlagen. „Ich habe gerade das Konzept für ein neues Gefriertrocknungszentrum erstellt, in dem Enzyme und Antikörper für diagnostische Tests gefriergetrocknet werden.“ Über mangelnde Arbeit kann sich Jörg Rohde nicht beklagen. „Es ist viel auf dem Zettel“, meint er „Mit einer guten Organisation lässt sich das Pensum aber ohne Weiteres bewältigen.“

Dass er neben dem Beruf noch Zeit für sein ehrenamtliches Engagement hat, ist Jörg Rohde ein wichtiges Anliegen. „Gemeinsam mit Studenten besuche ich einmal pro Woche Obdachlose in der Münchner Innenstadt“, berichtet Rohde. „Durch die regelmäßigen Gespräche haben wir zu vielen schon einen persönlichen Kontakt aufgebaut. Wir unterstützen sie bei
Problemen mit Behörden oder Arztbesuchen.“


Als Ingenieur bei Roche DiagnosticsSigrid Döhler, Diplom-Ingenieurin Biomedizinische Technik, Fachhochschule Aachen
Roche Diagnostics Außendienst – Vertrieb Molekulare Diagnostik


Wenn Sigrid Döhler Kunden berät, überzeugt sie durch ihre Kompetenz. Als Diplom-Ingenieurin, die an der Fachhochschule Aachen Biomedizinische Technik mit dem Schwerpunkt Physikalische Technik studiert hat, weiß sie genau, wovon sie spricht, und das schätzen ihre Gesprächspartner. „Ich betreue im Rheinland Kunden im Bereich der Molekularen Diagnostik“, erklärt die Außendienstmitarbeiterin. „Mit den Instrumentensystemen und Tests von Roche Molecular Diagnostics lassen sich Krankheitserreger direkt nachweisen, indem man ihr genetisches Material analysiert.“ So kann man zum Beispiel bei Patienten, die mit HIV infiziert sind, im Blut die genaue Menge der Viren bestimmen. „Daneben bieten wir Tests an, mit denen wir vorhersagen können, ob sich der Tumor eines Patienten mit einem speziellen Krebsmedikament behandeln lässt. Mit einer dritten Gruppe von Tests lassen sich genetische Dispositionen eines Patienten, zum Beispiel für Thrombose, feststellen.“

Sigrid Döhler berät die Kunden zur gesamten Produktpalette von Roche Molecular Diagnostics. Dazu gehören die vollautomatischen Analysensysteme genauso wie die Testkits für die verschiedenen Anwendungen. Den größten Teil ihrer Arbeitszeit ist Sigrid Döhler bei den Kunden vor Ort. Im Beratungsgespräch entwickelt sie Vorschläge, welche Geräte am besten für den jeweiligen Kunden geeignet sind. Sie informiert über neue Produkte und diskutiert Möglichkeiten zur Systemerweiterung. Am Schreibtisch ihres Home Office erstellt sie Angebote, Kalkulationen und Verträge.

Trotz des beruflichen Engagements kommt ihre sechs Jahre alte Tochter nicht zu kurz. Die Diplom-Ingenieurin arbeitet Teilzeit, rund Dreiviertel einer vollen Stelle. „Ich schätze es sehr, dass ich die Möglichkeit habe, Teilzeit zu arbeiten“, sagt Sigrid Döhler. „Verglichen mit anderen Firmen ist das im Außendienst keine Selbstverständlichkeit.“


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