Umfrageauswertung - Ängste im Vorstellungsgespräch
berufsstart.de hat eine Umfrage bei deutschen
Unternehmen zum Thema „Ängste der Bewerber im Vorstellungsgespräch“ gestartet. Viele Unternehmen aus allen
Branchen, egal ob Großunternehmen oder klein-
und mittelständische Unternehmen haben daran
teilgenommen. Lesen Sie nachfolgend die Umfrageergebnisse
(teilweise anonymisiert) und unsere Auswertung.
Verhältnis der an der Umfrage teilgenommenen
Unternehmen: anonym : nicht anonym
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Das Verhältnis ist fast ausgewogen. Warum
doch so viele Unternehmen nur anonym geantwortet
haben, lässt sich wohl so erklären, dass
die Antworten ehrlich sind, auch wenn sie
in ihrer vollen Härte wohl einigen Bewerber
nicht gefallen dürften.
Frage: Wie steigen Sie in ein Vorstellungsgespräch
ein, um möglichen Ängsten vorzubeugen?
Antwort: Die meisten Unternehmen beginnen nach einer
freundlichen Begrüßung mit der eigenen Vorstellung
der Person und geben einen kurzen Überblick
über den Gesprächsablauf. Durch eine angenehme
Atmosphäre, Small-Talk (Frage Anreise, Wetter
usw.), Getränk anbieten oder ähnliches soll
die Situation entspannt werden.
Frage: Wie verhalten Sie sich, wenn Ihnen gegenüber
ein Bewerber sitzt, der offensichtlich sehr
nervös ist und Angst hat, sich zu verzetteln.
Sie ignorieren die Ängste: ja oder nein?
Antwort: 95 % der Befragten ignorieren die Ängste
ihrer Bewerber nicht und gehen direkt auf
ihre Bewerber ein. Die Personaler sprechen
den Bewerber meistens direkt auf seine Nervosität/Ängste
an und versuchen durch Verständnis und Freundlichkeit
eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen.
Viele Personalverantwortliche versuchen durch
gezielte Fragen den Bewerber ins Gespräch
zu leiten und so mögliche Ängste zu überspielen.
Die 5 % der Personaler, die die Ängste ignorieren,
geben an, dieses bewusst zu tun, um durch
eine lockere Art oder das übersehen der Ängste,
diese zu überspielen, damit der Bewerber
sich entspannt.
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Fazit aller Befragten ist, dass eine gewisse Nervosität/Angst
normal und auch menschlich ist und jeder
einmal in dieser Situation war – und dieses
auch nicht vergessen sollte.
Frage: Wie sehen Sie mögliche Unsicherheiten der
Bewerber während des Vorstellungsgespräches?
Sehen Sie das eher positiv/negativ?
Antwort:
Positiv bewertet – Gewisse Unsicherheiten sind völlig normal
und deuten darauf hin, dass der Bewerber
ernsthaft am Job interessiert ist. Ein zu
selbstsicherer Kandidat wirkt eher unsympathisch
und ist häufig weniger kritikfähig und lernbereit.
Negativ bewertet - die Personaler geben an, dass eine Unsicherheiten
ein Indiz dafür sein könnten, das der Bewerber
im Arbeitsleben ähnlich unsicher Auftreten
könnte wie in einer Bewerbungssituation.
Oft entstehen Unsicherheiten auch aus Unwissenheit
und mangelnder Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch.
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Fazit: Egal ob negativ oder positiv bewertet –
in einem sind sich die Personaler einig:
Der Grad der Unsicherheit hängt vom Alter
und der Erfahrung der Bewerber ab – einem
Azubi gesteht man diese eher zu als jemandem,
der sich auf eine Führungsposition bewirbt.
Auch sollte sich eine gewisse Nervosität
im Laufe des Gespräches legen, weil der Bewerber
ansonsten wenig selbstbewusst und nicht stressresistent
wirkt.
Frage: Was kann ein Bewerber Ihrer Meinung nach
tun, damit es erst gar nicht zu Unsicherheiten
und Ängsten während des Vorstellungsgespräches
kommt? Es gibt viele/keine Möglichkeiten.
Antwort: Die meisten Unternehmen gaben an, dass es
viele Möglichkeiten der Vorbereitung auf
ein Vorstellungsgespräch gibt. Hier die wichtigsten
Möglichkeiten für Sie zusammengestellt:
1. Im Vorfeld über das Unternehmen und die
zu besetzende Stelle umfassend im Internet
oder in den Medien informieren.
2. Den eigenen Lebenslauf mit seinen Stärken
und Schwächen genau kennen und auf eventuelle
Lücken bzw. Ungereimtheiten eine schlüssige
Antwort parat haben.
3. Mögliche Fragen und Antworten (eigene
Qualitäten, Motivation, Stärken und Schwächen,
Zukunftziele und Gehalt) mit der Familie
oder Freunden durchspielen.
4. Am Tag des Vorstellungsgespräches ausgeruht,
in passender Kleidung (in der man sich wohlfühlt)
pünktlich anreisen – immer etwas Puffer einplanen
und am Besten am Vortag den Weg einmal abfahren.
5. Während des Gespräches Stichpunkte machen
und auch gerne einmal Nachfragen, wenn man
etwas nicht genau verstanden hat.
Fazit: Wenn man zum Vorstellungsgespräch eingeladen
wird, hat man bereits die erste große Hürde
genommen und wenn man sich jetzt noch auf
seine gute Erziehung (offenes, freundliches
Wesen, fester Händedruck, Blickkontakt usw.)
besinnt, sollte eigentlich nichts schieflaufen.
Die Gegenüber sind auch „nur“ Menschen und
waren irgendwann in einer ähnlichen Situation
gewesen.
Sollte das Vorstellungsgespräch dennoch nicht
das gewünschte Ergebnis bringen, muss man
sich damit trösten, dass es wohl nicht der
richtige Job für einen ist und das gesamte
Gespräch als eine Art Übung für die kommenden
Gespräche sehen.
Weiterführende Links:
• Die Vorbereitung zum Vorstellungsgespräch
• Das Vorstellungsgespräch
• Unternehmen gefragt - Ängste im Vorstellungsgespäch
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