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Strategie Social Networking

Bewerbung Social NetworkInsgesamt zwei Drittel der freie Stellen sind, wie gesagt, auf dem verdeckten Arbeitsmarkt zu finden und selbst offen ausgeschriebene Positionen lassen sich bei der Masse an Möglichkeiten nicht immer leicht aufspüren. Je mehr berufsrelevante Kontakte Sie haben und je stärker Sie sich mit anderen austauschen, umso eher werden Sie auch von geeigneten Stellen erfahren.

Beispiel: Sie stehen vor Ihrem ersten Praktikum.
Um eine Idee zu bekommen, wo Sie sich bewerben können, haben Sie den Dozenten eines Seminares und Ihre Eltern um Rat gefragt. Gleichzeitig tauschen Sie sich mit einem befreundeten Kommilitonen aus, der nach einer Werkstudentenstelle sucht. Sie erkundigen sich, wie er den Bewerbungsprozess angeht.
Der Dozent nennt Ihnen verschiedene Unternehmen in der Region, bei denen immer mal wieder Studierende für ein Praktikum untergekommen sind. Ihr Vater kennt einen Mitarbeiter einer dieser Firmen. Er arrangiert ein Telefonat und der Mitarbeiter wiederum hakt intern in der Abteilung nach, die Sie interessiert. Das Praktikum kommt zustande und im Anschluss wird Ihnen eine Werkstudentenstelle angeboten. Durch das regelmäßige Praktikanten- und Werkstudententreffen kennen Sie im Laufe der Zeit einige Praktikanten aus der Personalabteilung. Diese berichten, dass Werkstudenten gerne über Praktika oder auf Empfehlung eingestellt werden. Auf diese Weise helfen Sie wiederum Ihrem Kommilitonen bei der Kontaktaufnahme für eine Werkstudentenstelle.

Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen ist das A und O, um sich beruflich zu orientieren und um auf Ideen zu kommen. Das ist auch der Grund, warum sich Social-Networks so schnell etabliert haben: Sie fördern den Austausch gleicher Interessengruppen. Was sonst über die Universität, Studenteninitiativen, Alumnivereine oder den Freundeskreis erarbeitet wurde, wird in beruflich orientierten Online-Communities wie z.B. XING oder LinkedIn jetzt gezielt und online aufgegriffen. Andere Wege des Networkings sind Blogs, viele Jobbörsen und Unternehmen twittern bereits fleißig und andere haben ebenfalls Communities gegründet.

Bewerbern bieten diese Medien optimale Möglichkeiten, um sich zu informieren und um von den Erfahrungen anderer zu profitieren. Zu unterscheiden ist allerdings der informelle Charakter von Blogs und Twitter, während die beruflich orientierten Online-Communities sachlicher aufgestellt sind.

Tipp! Informieren Sie sich weiter
Wenn Sie mehr über den Nutzen von XING, Twitter und Blogging genau wissen wollen, dann sollten Sie tiefer in die Materie einsteigen. Literatur dazu gibt es inzwischen in großem Umfang.

Welche dieser Formen von Networking Sie nutzen bleibt Ihnen überlassen. Auch hier gilt wieder: Weniger ist mehr! Entscheiden Sie sich bewusst. Behalten Sie den Überblick, wo Sie angemeldet sind und überlegen Sie vorher genau, welche Daten Sie preisgeben wollen. Nutzen Sie die Medien regelmäßig und halten Sie Daten und Profile stets aktuell. Betrachten Sie außerdem sämtliche Aussagen immer auch kritisch. Vor allem bei Blogs, in informellen Communities oder beim Twittern handelt es sich um subjektive Einzelmeinungen, die Sie nur als Pseudonyme kennen.

Ein Profil bei XING oder LinkedIn ist sinnvoll, da Sie sich über Ihren Marktwert informieren können und Zugriff auf Gruppen zu Themen wie z.B. Bewerbung, Arbeitszeugnisse, Vorstellungsgespräch etc. haben. Dort können Sie Fragen stellen und mitdiskutieren. Je ernster Sie Ihre Mitgliedschaft betreiben, umso größer wird Ihr Nutzen sein. Verschiedene kostenlose und kostenpflichtige Dienstleistungen ermöglichen es Ihnen, Newsletter zu abonnieren, Nachrichten zu verschicken oder sich bei anderen Mitgliedern vorzustellen. Sie selbst können anhand der inhaltlichen Angaben Ihres Profils von anderen gefunden und kontaktiert werden. Damit sie nicht durcheinanderkommen, wird bei jedem neuen Kontakt eine Zuordnung erfragt. Für Bewerber ebenfalls hilfreich sind die geschäftlichen Daten bestehender Kontakte.

Diese Online-Communities sind beruflich orientiert, der Umgang ist in der Regel sachlich professionell und nicht für private Zwecke gedacht. Als Bewerber treffen Sie dort auf Personalverantwortliche und / oder andere Jobsuchende. Als Berufstätiger können Sie den Kontakt zu Geschäftspartnern aufrechterhalten oder neue knüpfen. Das sollten Sie bei der Erstellung Ihres Profils und beim Austausch mit anderen Mitgliedern immer berücksichtigen.

TOP-THEMA: Online-Communities im Bewerbungsprozess
berufsstart.de hat Betreiber, Bewerber und Personalverantwortliche zu Ihrem Umgang mit privaten und beruflichen Online-Communities befragt.

Ergebnisse der Online-Studie: Personaler antworten

Weiterführende Links:
Warum es Sinn macht, verschiedene Bewerbungsstrategien zu nutzen
Strategie Online-Stellenbörsen
Strategie „Sich-finden-lassen“
Strategie Karriereseiten von Unternehmen
Strategie Networking
Bewerbung - Strategie Initiativbewerbungen


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