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Checkliste Anschreiben: Was gehört hinein?
Formal:
• Adresse und Absender
• Datum
• Betreffzeile
• Anrede
• Abschließender Gruß
• Unterschrift bei Papierbewerbung
Inhaltlich:
• Wo hast du die Stelle gefunden?
• Wo stehst du gerade?
• Welche fachlichen Anforderungen der Stelle
erfüllst du besonders gut? (Begründung, Beispiele)
• Welche persönlichen Qualifikationen erfüllst
du besonders gut? (Begründung, Beispiele)
• Welche relevanten Zusatzqualifikationen
bringst du darüber hinaus mit?
• Organisatorisches
• Gehaltsvorstellungen nur wenn danach gefragt
wird
Anschreiben: Worauf du achten solltest?
• Max. 1 Seite Länge
• Absätze nutzen
• Keine Rechtschreibfehler
• Kurze aussagekräftige Sätze
• Begründungen
• Beispielhaft formulieren
• Formales: Din Norm 5008
Das Anschreiben sollte eine Seite nicht überschreiten.
Das erscheint schwer, da du gerne alle deine
Vorzüge unterbringen möchten. Aber bedenke
das Sprichwort: In der Kürze liegt die Würze.
Ein Tipp: Am besten schreibst du alle Punkte, die dir
wichtig sind, auf und versuchst dann, den
Text auf die richtige Länge zu kürzen.
Lasse ruhig Freunde oder die Familie das
Anschreiben lesen, um neue Anregungen zu
erhalten. Denke daran, dass ins Anschreiben
deine persönlichen Highlights im Hinblick
auf das Anforderungsprofil des Unternehmens
gehören. Für deinen gesamten, lückenlosen
Werdegang ist der Lebenslauf da.
Grundregel: Übereinstimmungen des Anforderungsprofiles
vom Unternehmen und von dir gehören ins Anschreiben.
(Schnittmenge). Daher kannst du leider jedes
Anschreiben nur ein Mal verwenden!
Achtung: Sollte in einer Stellenanzeige vermerkt sein,
dass du deine Gehaltsvorstellungen angeben
sollst, ist die Beantwortung ein Muss. Habe
Angst über das heikle Thema Geld zu sprechen?
Man will dich mit dieser Stressfrage testen.
Womöglich ist es sogar ein Auswahlkriterium.
Mit der Beantwortung der Frage legst du dich
nicht auf dein zukünftiges Gehalt fest. Denn
das ist vom Unternehmen im Voraus schon fest
eingestuft worden. Das bestätigte auch die
letzte Umfrage von Berufsstart.de zu diesem
Thema. Das Unternehmen will dich mit dieser
Frage in eine Stresssituation versetzen,
denn die meisten Absolventen haben Angst,
über Geld zu reden. Du mußt dich lediglich
informieren, was die Branche bzw. das Unternehmen
Berufseinsteigern bezahlt. Bei vielen Firmen
ist das kein Geheimnis. Z.B. im Internet
u.a. bei Berufsstart.de oder in vielen Karrierezeitschriften
kannst du dich über die aktuellen Gehaltsstrukturen
informieren. Beispiel: Als Berufseinsteiger
könnte deine Antwort auf die Frage lauten:
Das nach meinen Informationen branchenübliche
Gehalt zwischen 40.000 - 44.000 Euro pro
Jahr (p.a.) kann ich mir gut vorstellen.
Oder: Die von Ihrem Unternehmen im Internet
angegebene Gehaltsspanne von 41.000 - 43.000
Euro liegt innerhalb meiner Vorstellungen.
Zurück zum Formalen: Verwende bei der Bewerbung
per Post hochwertiges Papier. Grafische Elemente
sollten sparsam eingesetzt werden. Bei Online-Bewerbungen
solltest du darauf achten, dass grafische
Elemente nicht auf Kosten der Übersichtlichkeit
gehen.
Wichtig: Dein Absender sollte Telefonnummer und E-Mail-Adresse
beinhalten, denn die Unternehmen schreiben
nur noch selten Briefe.
Ein Tipp: Solltest du über einen Anrufbeantworter
verfügen, versehe diesen mit einem „seriösen“
Spruch, um den Anrufer nicht zu irritieren.
Bevor du die Anrede „Sehr geehrte Frau...“
setzt, gebe deinem Anschreiben noch eine
Überschrift. Besser bekannt unter dem Ausdruck
„Betreff“. Das Wort „Betreff“ wird aber nicht
mehr geschrieben. Diese Überschrift, die
du durch Unterstreichen oder Fettdruck hervorheben
kannst, erleichtert es der Personalabteilung,
deine Bewerbung einzuordnen. Bewirbst du
dich auf eine Stellenanzeige, aufgrund eines
Messebesuches oder nach einem Telefonat bei
dem Unternehmen. Diese Kategorisierung setzt
sich in der Einleitung deines Anschreibens
fort. Beispiel: „Nach dem netten und sehr
informativen Gespräch mit Frau Müller auf
der Jobmesse XY sende ich Ihnen hiermit meine
Bewerbungsunterlagen...“ Hattest du keinen
persönlichen oder telefonischen Kontakt,
kannst du auch einmal das Pferd anders aufzäumen
und einen Teil aus dem Anforderungsprofil
des Unternehmens an den Anfang setzen: „Der
Umgang mit Menschen hat mich schon immer
fasziniert und drückt sich auch in der Auswahl
meiner Praktikantenstellen aus. Deshalb hat
mich Ihre Stellenausschreibung sofort angesprochen
und mich bewogen, Ihnen meine Bewerbungsunterlagen
zu senden“. Schon in der Einleitung kannst
du somit den Punkt „Motivation“ des Anforderungsprofils
der Stellenausschreibung abdecken.
Wichtig: Versuche, deine positiven Eigenschaften zu
belegen.
Eine reine Aufzählung - Ich bin flexibel,
mobil und teamorientiert - sagt wenig aus.
Beispiel: „Mobilität zeichnet mein Leben
schon seit frühester Kindheit aus, da ich
mich durch häufige Umzüge ständig mit neuen
Städten konfrontiert sah und gelernt habe,
mich immer wieder in neue Umgebungen einzuleben.
Auch in meiner beruflichen Zukunft möchte
ich diese mittlerweile liebgewonnene und
reizvolle Lebensweise fortsetzen. Hierbei
interessiert mich besonders das in Ihrer
Anzeige angesprochene Tätigkeitsfeld im gesamten
europäischen Ausland.“ Oder: „Meine Teamfähigkeit
konnte ich schon in den vielen Seminaren
an der Hochschule unter Beweis stellen. Besonders
möchte ich meine mit Prädikat abgeschlossene
Arbeit über ... bei Professor X hervorheben,
die entscheidend für meinen angestrebten
Berufseinstieg wurde.“ Im letzten Absatz
deines Anschreibens kannst du, falls gefordert,
die Stressfrage Gehalt abklären oder das
mögliche Einstiegsdatum benennen und zum
Ausdruck bringen, dass du dich über ein persönliches
Gespräch sehr freuen würdest. „Freundlichen
Grüße“ und deine Unterschrift (je nachdem,
wie du es verschickst handschriftlich - stilvoll
mit einem Füller - oder eingescannt) beschließen
das Anschreiben.
Wichtig: Das Anschreiben wird beim Postversand der
gesamten Bewerbungsmappe lose beigefügt.
Du kannst es als Geschäftsbrief zu deiner
Bewerbungsmappe, der „Anlage“, betrachten.
Bei der Online-Bewerbung sollte die gesamte
Bewerbung möglichst in einem PDF gespeichert
werden. Das PDF hat sich als Dateiformat
durchgesetzt. Andere Dateiformate solltest
du nur nach vorheriger Absprache versenden.
Grundregel: Auch wenn es so schön einfach ist - KEINE
Serienbriefe - Individualität ist Trumpf.
Wenn Sie sich schon keine Mühe um Ihre Bewerbung
machen, wieso sollte es der Personaler tun?