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Selbstpräsentation im Internet

Ein Beitrag von Jürgen Hesse, Experte auf dem Gebiet Bewerbungs- und Karriereberatung

Wir buchen unser Flugticket und die Bahnreise am Computer, verschicken Geburtstagsgrüße per E-Mail, bestellen mit einem Klick neue Schuhe im Netz, versteigern die alte Vase im Internet-Auktionshaus oder suchen in Bewertungsportalen nach den vermeintlich besten Arbeitgebern, schreiben dem Chef und den Kollegen, warum wir an einem wichtigen Meeting ausnahmsweise nicht teilnehmen können.

Keine Übertreibung: Tagtäglich bewegen wir uns in digitalen Welten und dies bedingt und prägt neue digitale Chancen in der Arbeitswelt, ganz andere Kommunikations- und Bewerbungswege und deutlich veränderte Spielregeln auf dem Arbeitsmarkt. Wir nehmen anders wahr und werden selbst anders wahrgenommen. Aber genau darum geht es. Besser ist, wir bestimmen selbst, wie wir von anderen wahrgenommen werden.

Mit der strategisch klugen Nutzung sind viele berufliche Möglichkeiten verbunden. Das bedeutet aber auch, dass Sie keinesfalls auf jeder Hochzeit mittanzen müssen bzw. nicht jede technische Option, nicht jedes Portal für jede berufliche Situation sinnvoll ist. Es gilt, den individuell passenden Weg auszuwählen und mit Bedacht und Konzept zu handeln, denn das Internet ist längst zu einem Reputationsinstrument mutiert.
»Rund 50% der Arbeitgeber nutzen soziale Netzwerke, um geeignete Jobkandidaten aufzuspüren bzw. aufspüren zu lassen.«
Und wer vollkommen unreflektiert seine Spuren in sozialen und beruflichen Netzwerken wie Xing, LinkedIn, MySpace oder Facebook hinterlässt, kreiert ein Bild seiner Person, das oftmals mehr schadet als nutzt. Dabei ist gezielter positiver Nutzen durchaus realisierbar, wenn man weiß, wie. Fasst man verschiedene Studien zusammen, kann man zur Einschätzung gelangen, dass bereits rund 50% der Arbeitgeber soziale Netzwerke wie Xing, experteer, Facebook oder den Microblogging-Dienst Twitter nutzen, um geeignete Jobkandidaten aufzuspüren bzw. aufspüren zu lassen. Nahezu 100% der sogenannten Headhunter (Searcher) nutzen diese »neuen« Medien, um sich an interessante und wechselbereite Kandidaten »heranzupirschen«. »Was ist also schlimmer?«, fragt sich die internetgläubige Gemeinde: Unvorteilhaftes bis schlechtes Auftreten im WWW oder besser gar keine Präsenz? In jedem Fall ist man gut beraten, seine Onlinereputation selbst zu steuern. Und nur Naive glauben, dies nicht wesentlich beeinflussen zu können. Alle anderen setzen auf Personal Branding. Sich selbst zum Markenartikel machen wäre eine Kurzbeschreibung dessen, was sich hinter diesem noch relativ neuen Begriff verbirgt. Kurzum: Ihre berufliche Selbstpräsentation in Form von Netzwerkprofilen, Foreneinträgen.

»In jedem Fall ist man gut beraten, seine Selbstpräsentation im Internet selbst zu steuern.«

Blog-Kommentaren und eventuell sogar Lieblingslisten (Fachliteratur) wird heutzutage notwendiger denn je, wenn Sie auf berufliche Bedeutung und Kompetenzattribuierung in Ihrem Berufs- und Geschäftsumfeld Wert legen. Immer mehr Menschen nutzen das Internet, um Imagebuilding-Prozesse und Impression Management aktiv anzugehen. Da ist es gut, wenn man die Spielregeln kennt und halbwegs sicher beherrscht. Denn eins ist sicher: Je länger Sie in der Arbeitswelt unterwegs sind, desto mehr sind Sie in einer Art Erklärungs- und Rechtfertigungssituation ob Ihrer beruflichen Spuren, Ihrer Erfolge und Misserfolge. »Googeln Sie sich selbst - Anführungszeichen nicht vergessen - und schauen Sie genau hin.«

Sehr gezielt will ein potenzieller Arbeitgeber wissen, wer Sie sind, was andere über Sie denken und möglicherweise sogar aufgeschrieben haben. Also wird recherchiert, werden Ihre Profile bei sozialen Netzwerken unter die Lupe genommen, werden von professionell arbeitenden Personalentscheidern auch die Urteile Dritter über Sie berücksichtigt. Was können Sie dagegensetzen - was tun, statt dies nur passiv hinzunehmen und nie genau zu wissen, was jemand über Sie herausgefunden hat? Spätestens wenn der Personalentscheider oder Ihr direkter Vorgesetzter Sie im WWW recherchiert, zählen die »Fundstücke«. Und das überlassen Sie besser nicht dem Zufall. Als Erstes hilft: Googeln Sie sich selbst - Ihren Namen (Anführungszeichen nicht vergessen, z. B.: »Franziska Frohn«) - und schauen Sie genau hin. Es ist unglaublich, was man im WWW alles findet. Und es ist schon recht überraschend, wie sehr Sie bei der Gestaltung, was die Internetgemeinde über Sie in Erfahrung bringen kann, auch selber aktiv mitwirken können. Als zweites: Erkennen Sie Ihre Kernkompetenz, oder noch besser, Ihren USP (Ihr Alleinstellungsmerkmal, das, was Sie positiv von anderen beruflichen Anbietern der gleichen Fachrichtung unterscheidet, also von anderen Hochschulabsolventen, die wie Sie beispielsweise Maschinenbau studiert haben oder BWL mit Schwerpunkt Marketing). Überlegen Sie für einen Moment: Wie nimmt man einen Menschen wahr, der sich in einem geschäftlichen Zusammenhang präsentiert?
»Erkennen Sie Ihre Kernkompetenz, oder noch besser, Ihr Alleinstellungsmerkmal.«
Jetzt sind Sie spielerisch in der Rolle zu überlegen, wie Sie vorgehen würden. Demnächst wollen Sie in die andere Rolle, auf die andere Seite wechseln, sich und Ihre »Dienstleistung« anbieten, optimal verkaufen, Menschen dazu bewegen, Ihnen zu vertrauen... Worauf kommt es dabei an? Zum einen auf besondere Techniken der Selbstdarstellung Ihrer beruflichen Fähigkeiten, Ihres Leistungspotenzials, aber auch Ihrer Motive und Wesensart, zum anderen geht es (ganz altmodisch ausgedrückt) um Inhalte, den Stoff, den Sie vermitteln wollen. Denn eins ist sicher: Am Arbeitsmarkt »richtig aufgestellt« zu sein, bedeutet heutzutage immer mehr, sich wie ein Unternehmen nicht nur aktiv um die Auftraggeber (Kunden!), sondern auch um seinen Ruf, sein Image Gedanken zu machen. Dazu braucht es ein Konzept. Es lohnt sich, genau zu überlegen, wie man sich darstellen und wahrgenommen werden will - und das ganz speziell bezogen auf das Medium Internet und seine Tausend Möglichkeiten.

Kurzvita

Jürgen Hesse studierte von 1973 bis 1981 Psychologie an der Freien Universität Berlin. Seit 1992 leitet er das Büro für Berufsstrategie, das bundesweit an acht Standorten in Berlin, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Stuttgart und Wiesbaden berät und jährlich ca. 800 Seminare durchführt. Hesse hat mit seinem Co-Autor Hans Christian Schrader seit 1985 über 100 Sachbuch-Titel geschrieben.
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