No-Goes in der Bewerbung - Was Unternehmen raten?

No-Goes in der Bewerbung

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Es gibt viele, große und kleine Fettnäpfchen in die man während eines Bewerbungsverfahrens und im Vorstellungsgespräch hineintapsen kann. Was ist, wenn man bereits voll reingetreten ist? Unternehmen unterstützen dich mit wertvollen Tipps und einer gewissen Lebenserfahrung beim Einstieg in deinen ersten Job.

Die 10 „Todsünden“:

• mangelhafte Vorbereitung,
• Unpünktlichkeit,
• unklare Vorstellungen vom Job,
• unstrukturierte Darstellungsweise,
• mangelnde Begeisterungsfähigkeit,
• Diskrepanzen gegenüber dem Lebenslauf,
• mangelndes Interesse,
• zu große Zurückhaltung,
• zu wenig Zurückhaltung und
• unrealistische Gehaltsvorstellungen

No-Goes im Bewerbungsverfahren und im Vorstellungsgespräch – ein wichtiges Thema, welches sicher schon unzählige Male in Fachzeitschriften, Büchern und Ähnlichem behandelt wurde. Berufsstart.de hat dieses Thema direkt aus Arbeitgebersicht beleuchtet und mehrere Unternehmen – egal ob groß, klein, bekannt oder Hidden Champion – dazu befragt. Zunächst einmal können wir sagen, dass wir in der Redaktion viel Spaß bei der Bearbeitung der Fragebögen hatten. Es ist schon erstaunlich, welche Kreativität manch ein Bewerber so entwickelt, wenn er in ein Fettnäpfchen getappt ist und ihm das bewußt wird. Zum Beispiel antwortete ein Bewerber auf die Frage, warum er sich vor dem Vorstellungsgespräch nicht über das Unternehmen informierte mit der Ausrede: „Ich wollte ja auch im Internet gucken, aber dann hat es an der Tür geklingelt und mein Hund hat gebellt“. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man es fast komisch finden. Dies war nur eine der vielen Antworten zu unserer Frage: Welches waren die lustigsten Entschuldigungen und Ausreden auf einen Bewerbungsausrutscher?

Die Bewerbungen auf eine ausgeschriebene Stelle trudeln ein. Was wäre für Sie ein Fall für den Papierkorb und wie sollte eine Bewerbung auf keinen Fall sein?, war unsere 2. Frage an die Personalverantwortlichen der Unternehmen und bei den Antworten waren sie sich alle einig: unvollständige, mit Rechtschreibfehlern übersäte, bei postalischer Bewerbung schmutzige und geknickte Unterlagen, bei digitaler Bewerbung den Postkasten sprengende Dateianhänge, generisch geschriebene Anschreiben mit Standardsätzen, sind für die meisten Unternehmen ein absolutes KO-Kriterium. Ein: „Sehr geehrte Frau Thomas Meyer“ kommt ebenfalls nicht gut an. Fazit: Eine gute Bewerbung kann man nicht mal eben in 10 Minuten erstellen.

Bewerbungsunterlagen sollten klar strukturiert sein, mit einem sauberen und informationsreichen Anschreiben, in dem man sein ernstes Interesse an der Position bekundet und gute Argumente liefert, warum man das Unternehmen und den Bereich ausgewählt hat – so ein Statement eines Unternehmens, welches für alle anderen steht. Somit ist nun auch die dritte unserer Fragen: Wie sehen für Sie die perfekten Bewerbungsunterlagen aus?, beantwortet. Und noch ein wichtiger Tipp: Verzichte auf die furchtbar teuren Bewerbungsmappen – es kommt auf den Inhalt an. Ein hübsch eingepacktes Geschenk ist sicher nett, aber wenn der Inhalt nicht das hält, was die Verpackung verspricht, ist die Enttäuschung vorprogrammiert.

Große Einigkeit herrschte bei den Personalern auch bei der vierten Frage: Wie sollten sich künftige Arbeitnehmer zwischen Posteinwurf, Zwischenbescheid und eventuellem Vorstellungsgespräch verhalten und was könnten diese vorbereitend tun? Dem Arbeitgeber sollte man schon eine gewisse Zeit zur Sichtung der eingegangenen Bewerbungen geben, schließlich wollen auch sie nur die besten und geeignetsten Mitarbeiter für ihr Unternehmen. Die meisten Unternehmen verschicken Eingangsbestätigungen mit der Bitte, um etwas Geduld für die Bearbeitung. Solltest du nichts hören, kannst du gerne telefonisch nachfragen – jedoch nicht vor Ablauf von 2 Wochen und auch nicht jeden zweiten Tag. In der Zwischenzeit gibt es viel für dich zu tun. Informiere dich umfassend über das Unternehmen und nutze dazu alle dir möglichen Medien. Notiere dir Fragen für das Vorstellungsgespräch, dieses beweist echtes Interesse am Unternehmen. Gehe noch einmal deinen Lebenslauf durch und habe eine schlüssige Antwort auf eventuelle Ungereimtheiten und Lücken parat. Übe eine mögliche Bewerbungssituation mit deiner Familie oder mit Freunden und lerne dabei deine Stärken und Schwächen kennen. So kannst du dich perfekt auf dein Vorstellungsgespräch vorbereiten und dies gibt dir Sicherheit und Stärke.

Frage 5: Unpünktlichkeit, mangelhafte Vorbereitung, unklare Jobvorstellungen ... Fehler, die im Vorstellungsgespräch passieren. Was wäre für Sie ein KO-Kriterium? – Hier liegt die Schmerzgrenze bei den Personalern so ziemlich auf einem Level. Unpünktlichkeit, mangelhafte Vorbereitung und unklare Jobvorstellungen waren genau die Antworten der Personalverantwortlichen. Dabei kann man soviel tun, um diese Fettnäpfchen zu vermeiden.

Was raten Sie künftigen Arbeitnehmern, um solche Fettnäpfchen zu vermeiden und was, wenn man bereits reingetreten ist? Ehrlichkeit, Offenheit und Authentizität sind die drei wichtigsten Regeln im Bewerbungsgespräch, so die einhellige Antwort der meisten Arbeitgeber.

Fazit der Umfrage: Mit einer guten Vorbereitung ist man Bestens auf alle möglichen Fragen und Situationen gerüstet und wenn man dann doch nicht mehr weiter weiß? Sollte man sich trotz aller Vorbereitungen in eine unschöne Situation verrannt haben, eine ernst gemeinte Entschuldigung kann die Situation retten. Schließlich sind wir alle nur Menschen und die machen Fehler – nur sollte man zu diesen dann allerdings auch stehen.

Desweiteren solltest du immer du selbst sein, ehrlich und offen – sich verstellen bringt dir gar nichts und wird von den erfahrenen Personalverantwortlichen schnell durchschaut und die Situation ist dann vor allem für dich peinlich und kann dir möglicherweise deinen Traumjob kosten.

No Goes im Bewerbungsverfahren - Auswertung Berufsstart.deNeben der Branche und der Mitarbeiterzahl haben wir die Unternehmen auch nach der gewünschten Bewerbungsform gefragt (wobei Mehrfachnennungen möglich waren). Die wenigsten (21 %) wünschen sich die Bewerbungsunterlagen in postalischer Form. 31 % der Befragten wünschen sich den Eingang der Bewerbungen direkt über das firmeneigene Bewerberportal und 48 % bevorzugen den Email-Kasten. Sicherlich begründet sich dieser Trend nicht nur aus Kostengründen sondern vermindert gerade bei den Online-Portalen auch den Zeitaufwand der ersten Sichtung. Eines gilt aber für alle Bewerbungen – egal ob elektronisch oder verschriftelt – die Bewerbung sollte individuell, informativ, vollständig und klar strukturiert sein. Bewerbungen per Email dürfen nicht größer als 3 MB sein und im PDF-Format.

Soweit nun zur allgemeinen Auswertung der Fragebögen. Lies nachfolgend die individuellen Antworten der Unternehmen zu unseren Fragen und vielleicht ist dort dein Wunscharbeitgeber dabei. So hast du die besten Voraussetzungen auf eine optimale Bewerbung und weißt gleich, wie dein Arbeitgeber so „tickt“.

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