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Mein Berufsstart

Der Lebenslauf

Checkliste Lebenslauf: Was gehört hinein?
1. Persönliche Daten (siehe AGG)
2. Ausbildung (Studium, Ausbildung, Schule)
3. Praktische Erfahrungen
4. Nebentätigkeiten
5. Sprachkenntnisse
6. EDV-Kenntnisse

Mögliche Extrapunkte:
• Projekte & Seminare
• Ehrenamt
• Weiterbildung
• Stipendien
• Veröffentlichungen
• Private Interessen

Lebenslauf – Worauf Sie achten sollten?
• Max. 2 Seiten
• Keine Rechtschreibfehler
• Übersichtliche Struktur (Absätze, Fettdruck, ...)
• Stichpunkte, keine ganzen Sätze
• Details (Abschlüsse, Schwerpunkte, Tätigkeiten,...)
• Keine Lücken über 3 Monate
• Datum und Unterschrift

Muster eines Lebenslaufes

Doch nun zum Herzen Ihrer Bewerbungsmappe, dem Lebenslauf. Ihm gilt nach dem Anschreiben die größte Aufmerksamkeit.

Mit dem Lebenslauf soll das Unternehmen „lückenlos" alle Informationen über Ihren Werdegang erhalten. Wichtig ist, dass Sie hier alle Informationen in Stichpunkten erwähnen.

Die Anlagen (Zeugnis etc.) werden immer weniger, in der ersten Durchsicht manchmal gar nicht, gelesen. Deshalb ist es wichtig, zu Praktika oder Studium ausreichend Informationen zu geben. Der Lebenslauf wird in der Regel tabellarisch angeordnet. Er sollte übersichtlich chronologisch oder reverse chronologisch aufgebaut sein.

Auch unterliegt der Lebenslauf keiner Längenbeschränkung. In der Regel dürfte er circa eineinhalb bis zwei Seiten lang sein. Lücken von mehr als drei Monaten sind im Lebenslauf nicht erlaubt. Spätestens im Vorstellungsgespräch werden Lücken 100-prozentig angesprochen. Der chronologische Lebenslauf beginnt mit den Daten zu Ihrer Person (Adresse, Telefonnummer, eMail-Adresse) und geht dann über die Schulausbildung (ab Abitur) usw. bis zum Studienabschluss. Reverse chronologisch beginnen Sie mit dem Studium oder der Berufserfahrung und gehen dann zurück bis zur Schule.

Tipp: Thema Noten: Egal wie gut oder wie "schlecht" Sie sind, bestücken Sie Ihren Lebenslauf immer mit Ihren Noten. Wenn Sie Ihre Note in den Zeugnissen verstecken möchten, könnte man den Eindruck erhalten, Sie stehen nicht zu Ihren "Schwächen". Solche Mitarbeiter möchten sich die meisten Unternehmen nicht leisten.

Im Anschluss folgen die weiteren Qualifikationen sowie Engagement und/oder Interessen. Ordnen Sie die einzelnen Daten in Rubriken wie zum Beispiel Studium, Praktika, Weiterbildung usw. Auch wenn sich dadurch zeitliche Überschneidungen ergeben, ist eine solche Einteilung übersichtlich und ermöglicht dem Leser, problemlos zum Beispiel Ihre praktische Erfahrung herauszulesen.

Inhaltlich sollte Ihr Lebenslauf auch ohne langes Blättern in Ihren Zeugnissen und Praktikumsnachweisen ein ausführliches Bild von Ihren Leistungen vermitteln. Also sollten Sie auch Informationen zum Studieninhalt sowie Tätigkeits- und Verantwortungsbereich der Praktika nennen.
Beispiel:
02.2010 - 04.2010 – Praktikum bei der Musterfirma, Abteilung xy,
Bearbeitung des Projektes z.B. im sechsköpfigen Team. Aufgabenbereich: Als rechte Hand des Projektleiters, Organisation, Vor- und Nachbereitung der Meetings sowie Erarbeitung und Versand von Infomaterial an teamübergreifende Projektgruppen.

Tipp: Oftmals werden wir gefragt, warum eine kurze Tätigkeitsbeschreibung in den Lebenslauf gehört, wo man doch die Zeugnisse beifügt.
Gegenfrage: Kaufen Sie ein Buch (Ich hoffe Sie tun dies noch!) ohne vorher den Kladdentext zu lesen? Somit ist die Kurzbeschreibung Ihr Kladdentext zum Zeugniss. Er sollte "Lust" auf Ihr Zeugnis machen, nicht Frust, weil mal wieder nichts geschrieben wurde und der Personaler nicht weiß, was ihn erwartet!

Vergessen Sie auch nicht Ihre „Jobs", die Sie zur Finanzierung Ihres Studiums nebenbei getätigt haben. Sie werden von vielen Firmenvertretern gerne gesehen. Viele Soft Skills wie zum Beispiel Leistungsbereitschaft, Teamfähigkeit, soziale Kompetenz, Kontaktfähigkeit, Schlagfertigkeit, Rhetorik usw. können Sie damit gut belegen.

Unter einer Rubrik „Studienbegleitende Nebentätigkeiten" könnten Sie diese auflisten. Bei Ihren weiteren Kenntnissen, wie zum Beispiel Fremdsprachen oder EDV-Kenntnisse, sollten Sie auf alle Fälle den Leistungsstand angeben.
Beispiel:
Ihre Englischkenntnisse: fließend in Wort und Schrift oder verhandlungssicher oder Schulstandard. Seien Sie ehrlich mit Ihrem Leistungsstand. Es ist peinlich, wenn Ihr Vorstellungsgespräch in englischer Sprache geführt werden soll und „fließend“ sich dann als „holprig“ herausstellt.

Bei Ihren EDV-Kenntnissen sollten Sie nicht nur fachspezifische Kenntnisse angeben, sondern auch die allgemeinen Anwenderprogramme wie Windows-Office etc.

In der Tabelle zum Lebenslauf sind als letzter Punkt die privaten Interessen genannt. Diese Angabe ist freiwillig. Aber wie mir ein Personalverantwortlicher sagte: „Die Hobbys sind für uns sehr wichtig, da wir bestrebt sind, das ganze Individuum kennen zu lernen“. Ihre Hobbys sagen viel über Ihre Person aus. Sind Sie sportlich oder eine Leseratte, interessiert an Kultur oder künstlerisch begabt, sind Sie in Ihrer Freizeit gerne mit anderen Menschen beisammen oder bevorzugen Sie die Einsamkeit?

Übersichtsschema zum Lebenslauf

Angaben zur Person
Vor- und Nachname
Anschrift
Telefon, eMail
Geburtsdatum und -ort
Staatsangehörigkeit
Familienstand
Schulbildung
Zeitraum
Schultyp und -ort
Abschluss
Wehr- oder Zivildienst
Zeitraum
Tätigkeit, Ort
Berufsausbildung (Lehre)
Zeitraum
Ausbildungsart
Ausbildungsstätte
Abschluss
Studium
Zeitraum
Hochschule
Studienfach
Studienschwerpunkte
Vordiplom
Abschluss (Diplom etc.)
Fachbezogene Berufspraxis
(Praktika, Werkstudententätigkeit)
Zeitraum
Betrieb und Ort
Berufsbezeichnung
Position und Aufgabenbereich
Weitere Berufspraxis
(Semesterjobs etc.)
Zeitraum
Tätigkeit
Weiterbildungsmaßnahmen
Zeitraum
Art der Weiterbildung
ev. Abschluss
ev. Veranstalter
Weitere Kenntnisse
Fremdsprachen (Leistungsstand)
EDV-Kenntnisse
Außeruniversitäre Aktivitäten
(Mitarbeit in Studentenorganisationen, Vereinen)
Zeitraum
Organisation
Aufgabengebiet, Position
Private Interessen, Hobbys
Freiwillige Angabe
Auswahl nach Softskills
Datum und Unterschrift
Alle aufgeführten Punkte ändern sich natürlich entsprechend Ihres persönlichen Werdeganges.

Muster Lebenslauf zum Drucken


Weiterführende Links:
Deckblatt
Anschreiben
Lebenslauf
Lichtbild
Motivationsschreiben oder "dritte Seite"
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