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Initiativbewerbung

Ist eine Initiativbewerbung / Blindbewerbung eigentlich anders? Klare Antwort: ja. Sie ist eine größere Herausforderung für dich, da du nicht auf ein Anforderungsprofil einer Stellenanzeige reagierst, sondern selbst entscheiden musst, was für den Bereich, in dem du dich bewerben willst, relevant ist.

Umfrage

Ist eine Initiativbewerbung in Ihrem Unternehmen erwünscht?

Teilnehmende Unternehmen: 212
Letzter Eintrag zur Umfrage am 15.01.2018
1. Frage: Worauf sollten Bewerber bei einer Initiativbewerbung / Blindbewerbung besonders achten?

  • Ausführlicher Lebenslauf
  • Darstellung Ihrer Fähigkeiten, Stärken, Einsatzmöglichkeiten
  • Korrekte Umgangsformen und vollstänidige Unterlagen.
  • genauer Wunscheinsatzbereich definieren
2. Frage: Gibt es für Sie No-Goes in der Initiativbewerbung / Blindbewerbung?

  • Kurzbewerbung mit wenig aussagekräftiger Lebenslauf
  • unstrukturierte Unterlagen, die absolut nicht zum Unternehmen passen
  • Schlechte, schludrige Unterlagen
  • nein

Initiativbewerbung - Pro & Contra

PRO


Initiativbewerbung - Positiv
keine Konkurrenz, da Bewerbung ohne Stellenanzeige
Präsentation deiner Qualifikationen, da keine Anforderungen aus einer Stellenanzeige
du zeigst Interesse am Unternehmen
besondere Beachtung des Motivationsschreibens

CONTRA


Initiativbewerbung - Negativ
bei größeren Unternehmen oft Ablehnung, da zu viele Initiativbewerbungen
Bewerbermanagementsysteme, die Absagen abspeichert. Du verbaust dir möglicherweise weitere Chancen
deutlich mehr Aufwand durch vorherige Recherche
Eine Initiativbewerbung kann durchaus Vorteile haben, da du hier lästige Mitbewerber, auf die du immer triffst, wenn du dich auf Stellenausschreibungen bewirbst, nicht hast. Dafür ist es wichtig, den richtigen Moment zu erwischen, in dem das Unternehmen eine Vakanz in deinem Bereich sieht. Du hast aber auch die Chance, das Unternehmen mit deiner Bewerbung dahingegen zu überzeugen, dass es eine neue Stelle für dich schafft. Vielleicht erscheint dir das jetzt, wie die Stecknadel im Heuhaufen. Doch öfter als du denkst, warten Unternehmen bewusst auf Initiativanfragen. Entweder sind sie sich der Vakanzen noch gar nicht so bewusst oder wollen zum anderen die Konkurrenz nicht wecken, wenn sie Stellenanzeige veröffentlichen. So oder so sind Initiativbewerbungen eine ernstzunehmende Alternative.

Initiativbewerbung - Einleitung

Es ist immens wichtig, dass du konkret wirst in deiner Initiativbewerbung (manchmal auch Blindbewerbung benannt). Denn Unternehmen mögen gar keine Bewerbungen, bei denen du nicht detailliert angibst, was du suchst. Somit wird eine Initiativbewerbung um einen Punkt ergänzt:

Sowohl im Bewerbungsschreiben, als auch im Lebenslauf oder auf dem Deckblatt schreibst du nicht nur etwas darüber, was du bietest, sondern auch, was du konkret suchst. Wie sieht das aus? Dazu gibt dir Berufsstart im Folgenden Bewerbungstipps und Mustertexte, wie du deine Bewerbungsunterlagen fit für eine Initiativbewerbung machen kannst. Welche Unterlagen machen eine gute Bewerbung aus

Initiativbewerbung - Anschreiben

Es ist auch möglich, die Punkte »Ich suche« und »Ich biete« im Bewerbungsanschreiben unterzubringen. Hierbei nutzt du den Betreff, dass ist die Zeile, die ein Anschreiben, mit einer Überschrift versieht. Mit diesem Betreff deckst du den Punkt »Ich suche« ab. Im Anschreiben behandelst du dann natürlich deutlich intensiver und mit anschaulichen Beispielen über zwei bis drei Absätze den Punkt »Ich biete«. Am besten fängst du damit gleich im Einleitungssatz an, um schnell zu überzeugen. Grundsätzlich scheint dies auf den ersten Blick die einfachste Variante.

Allerdings werden heutzutage die Bewerbungsschreiben nicht immer gelesen. Die Unternehmensvertreter stürzen sich gerne auf den Lebenslauf, der strukturiert ein Bild zu dem Bewerber vermittelt. So könntest du auch auf eine Wiederholung setzen, denn zumindest das »Ich biete Ihnen« sollte im Bewerbungsanschreiben Thema sein. Weitere Punkte des Anschreibens sind deine Motivation für die Position im gewünschten Bereich. Mit dem Anschreiben Muster hast du eine Anleitung für das Bewerbungsanschreiben deiner Initiativbewerbung und kannst damit dein Anschreiben formulieren. Es sollte eine Seite nicht überschreiten. Setzt du das Bewerbungsschreiben direkt in die E-Mail sollte es sogar noch kürzer sein. (s.auch Musterbewerbung zum Vergleich)

Initiativbewerbung - Lebenslauf

Einfach ist es im Lebenslauf die zwei zusätzlichen Punkte unterzubringen. Du fügst quasi bevor du mit dem Lebenslauf beginnst das »Ich suche« und »Ich biete« ein. Du kannst in ein bis zwei Sätzen oder auch in Stichpunkten etwas dazu erzählen (siehe Abbildung). Was bewirken diese beiden Aussagen? Mit dem ersten bringst du klar zum Ausdruck, dass du dir Gedanken darüber gemacht hast, in welchem Bereich zu arbeiten möchtest. Deine Initiativbewerbung ist also zielorientiert. In dem zweiten Punkt lieferst du die Kompetenzen, die für den gewünschten Bereich benötigt werden. Das Unternehmen sieht also schon beim ersten Blick auf die Initiativbewerbung deine Fähigkeiten. Der weiterführende Lebenslauf beinhaltet dann die üblichen Fakten. Hier musst du nichts verändern. In den zwei Abbildungen findest du als erstes einen Kurzlebenslauf über eine Seite und die erste Seite eines ausführlichen Lebenslaufes. In beiden Musterlebensläufen wurden die Punkte »ich suche« und »Ich biete« eingebaut. Somit sind sie für deine Initiativbewerbung geeignet.

Initiativbewerbung - Formulierung

Eine Initiativbewerbung unterscheidet sich in ein paar Punkten von der auf eine Stellenausschreibung. Sie ist auch etwas arbeitsintensiver, da du dich unbedingt mit dem Unternehmen beschäftigen solltest, bevor du Unterlagen dorthin schickst. Wieso wirst du dich fragen? Bei eine Stellenausschreibung gibt dir das Unternehmen durch das Anforderungsprofil klar vor, welche Kompetenzen es von dir erwartet und für welchen Bereich es sucht. Du musst hier nur noch reagieren und in deiner Bewerbung quasi ein Matching zu den geforderten Punkten vornehmen. Bei einer Initiativbewerbung kommt hier mehr Arbeit auf dich zu. Es ist nämlich nicht möglich eine schwammig formulierte Bewerbung loszuschicken, nach dem Motto: Schauen Sie mal, was ich kann und wo ich bei Ihnen arbeiten könnte. So formulierte Initiativbewerbungen landen im Papierkorb. Drei Dinge sind also vor zu erledigen:
  1. Erstens solltest du dir Klarheit darüber verschaffen, in welchem Bereich du in dem Unternehmen einsteigen möchtest, um eine zielgerichtete Initiativbewerbung zu verschicken. Du hast jetzt vielleicht das Gefühl dich einzuschränken. Doch ohne diese Entscheidung hat deine Bewerbung wenig Erfolg. Denn das Unternehmen hat wenig Lust dir diese Entscheidung abzunehmen.
  2. Zweitens musst du herausarbeiten, welche Kompetenzen für eine Tätigkeit in dem Wunschbereich notwendig sind und welche du davon mitbringst. Das sind deine Argumente, um das Unternehmen zu überzeugen, dich zum Bewerbungsgespräch einzuladen.

  3. Drittens ist es wichtig, einen Satz zu formulieren, wieso du gerade dieses Unternehmen für deine Initiativbewerbung ausgewählt hast. Um diese Frage zu beantworten, lohnt sich ein Blick auf die Homepage der Firma.

Fazit

Vielleicht ist es mehr Arbeit eine aussagekräftige Initiativbewerbung zu formulieren. Aber die Arbeit lohnt sich. In folgenden Artikeln bekommst du Tipps für die Formulierung in Lebenslauf und Anschreiben und Beispieltexte für deine Initiativbewerbung.
zuletzt aktualisiert am 29.11.2017
Berufsstarttrenner - Bewerbung

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