Strategie „Sich-finden-lassen“
Bei dem Prinzip „Sich-finden-lassen“ wird
der Bewerbungsprozess umgedreht und Bewerber
lassen sich in Datenbanken von interessierten
Unternehmen finden. Grundlage sind die fachlichen
und persönlichen Qualifikationen des Bewerbers.
Es gibt Online-Stellenbörsen, die das Hinterlegen
von Bewerbungsunterlagen zusätzlich zur Jobsuche
anbieten und es gibt solche, die ausschließlich
nach diesem Prinzip arbeiten.
Der Nutzen für Bewerber ist umstritten. Während
die einen sagen, dass es sich ja nur um Stellen
handeln kann, die keiner haben will, weil
Unternehmen sonst gar nicht aktiv werden
würden, halten andere es für eine hervorragende
Ergänzung. Besonders interessant ist diese
Strategie für Bewerber mit spezifischen Voraussetzungen
oder Anforderungen, die sich von der breiten
Bewerbermasse abheben. Denn nicht jede Stelle,
die schwer besetzt werden kann, ist grundsätzlich
unattraktiv. Häufig ist sie lediglich spezieller.
Tatsache ist, dass auch Unternehmen bisweilen
Schwierigkeiten haben, die geeignete Zielgruppe
zu erreichen. Z.B. dann, wenn diese Zielgruppe
auf dem Markt rar und dadurch stark nachgefragt
ist. Das kann fachliche Gründe haben oder
auch organisatorische, wie vielleicht der
Einsatz in einem sehr exotischen Land. Genau
das wird dann zum Problem und ist der Grund,
warum Unternehmen aktiv nach Kandidaten mit
den geeigneten Voraussetzungen suchen.
Tipp! Spezialisten lassen sich finden
Das Hinterlegen von Bewerbungsunterlagen
eignet sich vor allem für Spezialisten mit
besonderen Voraussetzungen oder Anforderungen,
die sich von der üblichen Bewerbermasse abheben. |
Überregionale oder internationale Großkonzerne
betrifft dieses Problem meist etwas weniger,
denn dort gehen oft trotzdem ausreichend
geeignete Bewerbungen ein. Und notfalls kann
man sich ja auf die Initiativbewerbungen
stützen. Fakt ist aber auch, dass sich Bewerber
bei großen Unternehmen hinsichtlich Ihrer
Qualifikationen häufig stark gleichen. Manche
sprechen sogar schon einmal von einem bestimmten
Typ Mensch, der sich bei Konzernen bewirbt.
Ein Grund mehr bei Stellen mit speziellen
Anforderungenauch einmal die Fühler nach
Bewerbern mit genau diesen speziellen Qualifikationen
auszustrecken.
Flexible Bewerber, die mehr Wert auf eine
bestimmte Tätigkeit als auf einen Unternehmensnamen
legen, sollten es ebenfalls einmal mit dem
Hinterlegen einer Bewerbung ausprobieren.
Gerade regional agierende und bekannte Unternehmen
können sich bei Bewerbermangel nicht immer
so einfach gegen Großkonzerne durchzusetzen.
Allerdings nicht, weil Ihre Stellen weniger
attraktiv sind. Häufig sind die Unternehmen
lediglich weniger bekannt.
Tipp! Warum Unternehmen aktiv nach Bewerbern suchen
• Stellenausschreibung mit spezifischen Anforderungen,
die nicht jeder mitbringt.
• Ein neuer Typ Bewerber soll angesprochen
werden.
• Die Stelle muss sehr kurzfristig besetzt
werden. |
Wie schon bei der Nutzung von Online-Stellenbörsen,
sollten Sie auch bei dem Einstellen Ihrer
Bewerbungsunterlagen darauf achten, wo Sie
überall Unterlagen haben, welche Daten in
welcher Form zugänglich sind und mit welchen
Logindaten Sie sich Zutritt zu Ihrem Profil
verschaffen können.
Um ernstes Interesse zu wecken, muss das
Profil muss vollständig ausgefüllt sein.
Prüfen Sie außerdem regelmäßig, ob Sie eine
Anfrage erhalten haben, damit Sie die Unternehmen
nicht unnötig lange warten lassen. Sobald
Sie eine Stelle in Aussicht haben, sollten
Sie die Suche deaktivieren oder Ihr Profil
sogar löschen.
Weiterführende Links:
• Warum es Sinn macht, verschiedene Bewerbungsstrategien
zu nutzen
• Strategie Online-Stellenbörsen
• Strategie „Sich-finden-lassen“
• Strategie Karriereseiten von Unternehmen
• Strategie Networking
• Strategie Initiativbewerbungen
• Bewerbung Hauptseite
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